Kritik an Lukaschenkos Herrschaft?

Fantasiestaat Weischnoria erhält Zulauf von Weißrussen

Freitag, 08. September 2017 | 07:55 Uhr

Willkommen in Weischnoria: Der von russischen und weißrussischen Militärs zu Manöverzwecken erfundene Fantasiestaat hat binnen kurzer Zeit viele Fans gefunden. Tausende Weißrussen reichten bis Donnerstag online Anträge für die weischnorische Staatsangehörigkeit ein, im Internet entstanden Seiten von weischnorischen Regierungsstellen.

Auch eine eigene Seite auf Wikipedia hat das Fantasie-Land schon. In der großen Zuwendung zu Weischnoria dürfte sich auch Kritik an den realen Lebensbedingungen in Weißrussland widerspiegeln.

Im bevorstehenden Großmanöver Sapad-2017 spielt Weischnoria die Rolle des Feindes. Dem Manöverszenario zufolge handelt es sich um eine abtrünnige Kleinrepublik im Westen Weißrusslands, die von benachbarten europäischen Staaten unterstützt wird. Dem weißrussischen Langzeitpräsidenten Alexander Lukaschenko steht Weischnoria ablehnend gegenüber.

Manchen Weißrussen erscheint das sympathisch. Auf dem von Fans eröffneten neuen Twitter-Konto des weischnorischen Außenministeriums hieß es: “Weischnoria ist ein diplomatisches Land ohne Lukaschenko, ohne russische Truppen, und es ist befreundet mit dem Westen.” Mehr als 3.000 nicht ganz ernst gemeinte Anträge auf Einbürgerung gingen ein.

Der weißrussische Politikanalyst Pawel Usow erklärte den Zulauf für Weischnoria mit dem Wunsch vieler Weißrussen, sich der autoritären Herrschaft Lukaschenkos zu entziehen. “Weischnoria ist für Weißrussen der Traum von einem normalen Land”, schrieb er.

Das Großmanöver Sapad-2017 soll Mitte September starten. Unter osteuropäischen NATO-Mitgliedern sorgt das Manöver für Unruhe, sie werfen Russland aggressives Auftreten vor.

Von: APA/ag.

Kommentare

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8 Kommentare auf "Fantasiestaat Weischnoria erhält Zulauf von Weißrussen"


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enkedu
enkedu
Universalgelehrter
13 Tage 16 h

die Nato mit ihrer Kindergartenaussenpolitik mag nur ruhig sein.

hoffentlich brauchen wir den haufen nie.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
13 Tage 16 h

Menschen brauchen Hobbies, so auch Diktatoren. Halt jeder nach seinen Möglichkeiten.

Solbei
Solbei
Superredner
13 Tage 13 h

Und welche Hobbies pflegst du?

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
13 Tage 13 h

@Solbei Menschen zum Nachdenken zu bewegen

Tabernakel
13 Tage 16 h

Ist mir egal. Ich verbringe meine Ferien immer in http://www.molwanien.de/

oli.
oli.
Universalgelehrter
13 Tage 15 h
Fliege am Sonntag für 3 Wochen nach Minsk und Gomel , ein schönes Land viel Natur Flüsse und Seen . Die Menschen sind sehr freundlich , schöne Frauen , Parks , viele Sehenswürdigkeiten etc. , nur manche MÄNNER Trinken viel zu viel . Auf den Dörfer lebt man wie vor 80 Jahren in Europa , Holzhaus , Garten, WC im Hof , kein Internet , Handy Empfang manche auch ohne Strom. ABER DIE LEUTE SIND GLÜCKLICH UND ZUFRIEDEN. In den Städten wollen Sie endlich eine Demokratie , neuen Präsidenten , bessere Bildung , gute Bezahlung etc. , darum Arbeiten viele… Weiterlesen »
ivo815
ivo815
Universalgelehrter
13 Tage 14 h

Du musst dir unbedingt die rosa Brille abnehmen und weniger Samagon trinken

wellen
wellen
Grünschnabel
13 Tage 13 h

@Oli na dann viel Spass mit den ” schönen Frauen” in deiner Fantasierepublik.

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