Krankenhaus Innichen setzt auf ein Frauengesundheitszentrum mit besonderen Angeboten

FH: “Traditionelle chinesische Medizin statt Geburtenabteilung”

Mittwoch, 29. Juli 2015 | 17:17 Uhr

Innichen – Nach der Schließung der Geburtenstation wurde im Krankenhaus Innichen ein Frauengesundheitszentrum, welches nun den Namen „frauen.gesundheit pustertal“ trägt, eröffnet. Es handelt sich hierbei um ein ambulantes Angebot von Frauen für Frauen. Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer holte in einer Anfrage Informationen über dieses neue Angebot ein.

Oberhofer erkundigte sich über den Beginn der Tätigkeiten und die Art der Dienstleistungen des neuen Zentrums. Gesundheitslandesrätin Martha Stocker teilte der Abgeordneten in ihrer schriftlichen Antwort mit, dass das Frauengesundheitszentrum seine Tätigkeit bereits mit Eröffnung des Hebammenambulatoriums im April 2015 aufgenommen hat und die Dienstleistungen schrittweise ausgebaut werden. Mit Juli startete das Spezialangebot der Urodynamik (Blasendruckmessung) und in den nächsten Monaten soll das ambulante gynäkologische Angebot ergänzt werden. Zudem soll künftig „Traditionelle Chinesische Medizin“, Akupunktur und ein psychologischer Dienst angeboten werden.

Weiters wollte die Freiheitliche Abgeordnete in ihrer Anfrage in Erfahrung bringen, wie hoch die jährlichen Betriebskosten für das Zentrum sein werden und mit wie vielen Frauen und Patientinnen jährlich gerechnet wird. Die Antwort hierfür bleibt Stocker jedoch schuldig. Die Gesundheitslandesrätin antwortet, dass die „Betriebskosten nicht allzu hoch sein werden, da vieles einfach im Rahmen einer Umorganisation gemacht werden kann“. Auch die Anzahl der Patientinnen könne man nicht genau definieren. Man könne bei vollem Leistungsangebot jedoch mit einer jährlichen Kapazität von rund 2000 Personen rechnen.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen