Buchpräsentation im Rahmen des diesjährigen Alpen-Flair-Festivals

Frei.Wild – Südtirols konservative Antifaschisten

Donnerstag, 18. Juni 2015 | 08:39 Uhr

Brixen – „Deutschrock“ boomt, und der Headliner dieses Genres kommt aus Italien.

Die Südtiroler Band Frei.Wild zählt derzeit zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bands überhaupt und provoziert und polarisiert die öffentliche Meinung wie keine andere Band. Klaus Farin hat die vier Musiker zwei Jahre lang immer wieder getroffen, sie auf Tour begleitet und zu Hause in Südtirol besucht, aber auch mehr als 4.000 Fans der Band befragt, mit Historikern und Musikwissenschaftlern, 55 weiteren Deutschrock-Bands und vielen anderen KünstlerInnen und Frei•Wild- KritikerInnen gesprochen sowie biografische Gespräche mit Angehörigen und Aussteigern aus der rechtsextremen Szene u. a. zur Funktion von Musik in der rechten Szene geführt.

So ist sein im Mai 2015 erschienenes Buch Frei.Wild. Südtirols konservative Antifaschisten nicht nur eine Band-Biografie geworden, sondern zugleich auch eine der größten Fan-Studien im deutschsprachigen Raum, eine Auseinandersetzung mit dem neu erwachten Regionalismus in Europa und der Wirkung und Bedeutung von Musik, mit Mediendarstellungen und Vorurteilen.

Eine Heimatgeschichte der besonderen Art zwischen Rock’n’Roll und Patriotismus, Freiheit und Faschismus, Hass und Leidenschaft, Medienmacht und Popkultur. Edutainment-Literatur zu einem der brisantesten Themen der Gegenwart.

Weitere Infos: http://shop.jugendkulturen.de/375-freiwild.html

Zum Autor

Klaus Farin, geboren 1958 in Gelsenkirchen, lebt seit 1980 – Punk sei Dank – in Berlin. Nach Tätigkeiten als Schülerzeitungsredakteur und Fanzine-Macher, Konzertveranstalter und -Security, Buchhändler und Journalist für Presse, Hörfunk und Fernsehen ist er freier Autor sowie Lehrbeauftragter und Vortragsreisender in Schulen und Hochschulen, Jugendklubs und Justizvollzugsanstalten, Akademien und Unternehmen.

Großes Aufsehen erregten bereits seine Veröffentlichungen über Jugendgangs („Krieg in den Städten“) und Skinheads, die Böhse-Onkelz-Biografie „Buch der Erinnerungen“ und zuletzt „Die Autonomen“.

Von 1998 bis 2011 war Klaus Farin Leiter des auch von ihm ins Leben gerufenen Archiv der Jugendkulturen. Heute ist er Vorsitzender der Stiftung Respekt! und im Vorstand von Aktion Courage e. V., dem Träger des Projektes „Schule ohne Rassismus“ sowie im Beirat der Zukunftsakademie NRW.

Das Motto seiner Arbeit: „Wer sich auf die Realität einlässt, muss die beruhigende Eindeutigkeit aufgeben.“

Homepage: www.klaus-farin.de

Termin mit Podiumsdiskussion und anschließender Signierstunde:
•    Donnerstag, 18. Juni 2015
•    Beginn: 11.00 Uhr
•    Ende: 13.30 Uhr
•    Kultur- und Kongresszentrum – Forum Brixen Romstraße 9 / 39042 Brixen

Von: ©mk

Bezirk: Eisacktal