So lockt man Blütenbesucher an den Balkon und in den Garten

Geranien machen keine Biene satt

Mittwoch, 29. April 2015 | 15:00 Uhr

Bozen – Wer ahnt beim Anblick blühender Balkone und Gärten, dass die Blütenbesucher leer ausgehen?! Doch die beliebten Dauer-Blüher wie Geranien, Petunien, Dahlien und Fleißige Lieschen bieten unseren einheimischen Insekten so gut wie keine Nahrung.

Viele Blumen mit gefüllten Blüten, z.B. gefüllte Rosen, erfreuen zwar das Auge, produzieren aber weder Nektar noch Pollen. Oder die exotischen Blüten sind so konstruiert, dass unsere einheimischen Insekten mit ihren Mundwerkzeugen nicht rankommen. Welch ein Jammer!

Denn Bienen, Hummeln und Schmetterlinge brauchen vor allem für die Aufzucht des Nachwuchses Pollen-reiche Nahrung.

Doch die Lösung ist einfach und jeder kann etwas tun: Einheimische Blumen auf Balkon und Garten setzen. Unsere heimische Flora bietet eine große Auswahl an Blütenpflanzen, mit der über das ganze Jahr hinweg an verschiedenen Standorten (sonnig/schattig, trocken/feucht) ein ununterbrochener Blüten-Marathon geboten werden kann.

Besonders beliebt bei den Insekten sind zum Beispiel mediterrane Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian. Zur Bepflanzung von Balkonkästen eignen sich beispielsweise Glockenblumen, Löwenmäulchen, Margeriten, Nelken, Ringelblumen, Seifen- und Gipskraut sehr gut.

Und im Garten kann nicht nur am Boden, sondern auch bei den Gehölzen viel für die Insektenwelt geboten werden: Salweide und Kornellkirsche sind willkommene Frühblüher, Linde und Faulbaum locken im Sommer, und die immerblühende Mandelweide sogar bis in den Herbst mit Bienennahrung. Wer noch mehr Tipps für geeignete Pflanzen möchte, findet diese auf www.bioland-suedtirol.it.

Durch die intensive Landwirtschaft sind die ländlichen Gebiete mittlerweile arm an Blüten. Um die Lebensbedingungen der Bienen zu verbessern bemühen sich die Bioland Bauern um Blütenreichtum am Hof und im Feld: Mit blütenreichen Einsaaten im Obst- und Weinbau, aber auch mit blühenden Ackerrandstreifen, Böschungen und Wegesrändern unterstützen sie ihre kleinen sechsbeinigen Mitarbeiter.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen