Wie man Mücken auf natürliche Weise loswird

Gift für Mücken, doch sanft zum Menschen

Freitag, 15. Juli 2016 | 09:22 Uhr

Bozen – So schön der Sommer auch sein mag – auch diese Jahreszeit hat ihre Tücken. Gerade für Mücken herrscht Hochsaison, wenn die Temperaturen steigen. Wer sich vor den lästigen Plagegeistern schützen will, muss nicht unbedingt zur aggressiven, chemischen Keule greifen. Oft reicht ein grüner Daumen.

Viele Pflanzen dienen als natürliche Abwehr gegen Mücken. Ganz oben auf der Liste steht der Trompetenbaum, den man im eigenen Garten setzen, aber auch auf den Balkon oder ins Innere des Hauses stellen kann.

twitter/Frau-Doktor

Die Pflanze besitzt ein schwaches Gift, dessen Hauptwirkstoff Catalpin ist und in allen Teilen außer in den Samen vorkommt. Vor allem für die Tigermücke ist Catalpin ein wirksames Insektenschutzmittel.

Bekannt ist auch das Zitronengras. Die Pflanze ist immergrün und mit ihrem typischen, leicht beißenden Geruch führt sie die Mücken in die Irre, da die Insekten ihre Opfer vor allem über den Geruchssinn orten.

twitter/kim alexis hair

Häufig werden Kerzen, Öle oder Fackeln auf Zitronengrasbasis angeboten. Die lebende Pflanze ist allerdings ein viel wirksamerer Schutz, weil der Geruch konzentrierter ist. Deshalb sollte man Zitronengras auch eher im Freien anwenden, und weniger im Inneren der Wohnung.

Lavendel hilft ebenfalls gegen Mücken – egal ob in der Vase oder im Garten. Wer den Duft von Lavendel mag, kann die Pflanze auch ins Innere stellen oder sogar als Balkonpflanze nutzen.

apa

Blüten und Blätter sondern einen Duft ab, der Mücken und Fliegen auf Distanz hält. Lavendelöl kann man zum Schutz auch auf die Haut auftragen.

Wirksam ist auch das Wandelröschen, das besonders bei mildem Klima gut gedeiht. Allerdings ist die ganze Pflanze giftig, wenn man sie in den Mund nimmt – besonders die reifen und unreifen Früchte. Vor allem, wenn sich Kinder in der Nähe aufhalten, ist deshalb Vorsicht geboten. Die Symptome der Vergiftung ähneln z. T. denen einer Tollkirschenvergiftung, was etwa bei der Erweiterung der Pupillen deutlich wird.

Das starke Aroma der Katzenminze vertreibt Insekten ebenfalls. Auch das Öl dieser Pflanze kann auf der Haut aufgetragen werden.

twitter/propolis-honig.de

Jüngste Studien sollen nachgewiesen haben, dass Katzenminze zehnmal wirksamer ist als chemische Schutzmittel gegen Mücken.

Am bekanntesten sind in Südtirol wohl die Geranien, die typischen Balkonpflanzen hier bei uns. Gemeinsam mit Ringelblumen sind Geranien weitere Helfer im Kampf gegen die Mücken. Sie irritieren die Insekten durch ihren Duft. Goldmelisse und das Echte Eisenkraut vertreiben Mücken mit einem Duft, der an Weihrauch erinnert.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen