Verbot dieser bedenklichen Inhaltstoffe gefordert

Greenpeace findet Mikroplastik und Co. in Make-Up und Lipgloss

Montag, 22. März 2021 | 08:45 Uhr

Greenpeace hat sich für einen neuen Report erneut in der Welt der Kosmetik umgesehen und dort Make-ups und Lippenstift elf bekannter Marken nach Kunststoffen bzw. nach Mikroplastik untersucht. Das Resultat der 664 Produkte umfassenden Online-Recherche: 502 Artikel und somit über 75 Prozent enthielten Plastik – teilweise auch, wenn sie als “frei von Mikroplastik” beworben wurden. Einmal mehr fordert die NGO daher ein Verbot dieser bedenklichen Inhaltstoffe.

Die Forschung zeige, dass Plastik in der Umwelt wie ein Schwamm die Schadstoffe aufsaugt und die belasteten Partikel über die Nahrungskette auch wieder im Körper von Menschen landen, schrieb die NGO zu den möglichen Gefahren für die Gesundheit. Greenpeace trat am Montag in einer Aussendung dafür ein, dass Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) eine rasche Untersagung der Verwendung von festem Mikroplastik wie auch von flüssigen, halbfesten und löslichen Kunststoffen in Kosmetika vorantreiben solle. Der Vorschlag auf EU-Ebene sei nur ein erster Schritt, der verbessert und geschärft werden müsse.

“Viele Hersteller schreiben auf die Verpackung, dass ihre Kosmetik frei von Mikroplastik ist. Was sie dabei unerwähnt lassen ist, dass viele ihrer Produkte sehr wohl flüssiges oder halbflüssiges Plastik” enthalten, so der Vorwurf von Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Denn für diese Kosmetikhersteller ist Mikroplastik Kunststoff in fester Form, jedoch nicht gel- oder wachsartige Stoffe, die auf der Haut für Schimmereffekte oder Mattierung sorgen. Fazit der Untersuchung war, dass von den 502 plastikhaltigen Kosmetikprodukten 162 (26 Prozent) Mikroplastik enthalten.

“Die besorgniserregendste Erkenntnis aus der Untersuchung ist, dass in den Produkten, die auf sensible Körperbereiche wie Augen und Lippen aufgetragen werden, Kunststoffe (feste und nicht feste) am häufigsten vorkamen”, heißt es im 25-seitigen Report “Zum Abschminken – Plastik in Kosmetik”. “Die ungeschminkte Wahrheit ist, dass wir uns regelmäßig Plastik auf das Gesicht schmieren”, stellte Panhuber fest. Am häufigsten fanden sich Kunststoffe in Augen-Make-up (90 Prozent). Lippenstift und Lipgloss folgen mit 73 Prozent, Make-up mit 71 Prozent. Puder enthielten am seltensten Kunststoff, aber immerhin noch in 51 Prozent der Artikel war es zu finden.

Und das Plastik in der Kosmetik stellt laut der NGO ein mehrfaches Problem dar, nicht nur, dass man winzige Teil verschlucken kann: “Was das für unsere Gesundheit bedeutet, ist bisher noch nicht geklärt. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Kunststoffe in Form von Mikro- oder den noch kleineren Nanopartikeln auch hochselektive Barrieren wie die Blut-Hirn-Schranke und sogar die menschliche Plazenta überwinden können.” Im Durchschnitt nimmt ein Mensch bis zu fünf Gramm Plastik pro Woche auf, was dem Gewicht einer Kreditkarte entspricht, warnte die NGO unter Hinweis auf eine im Jahr 2019 publizierte Studie des WWF zu dem Thema. Und dabei bleibt es nicht, denn alleine in Deutschland gelangen jährlich etwa 330.000 Tonnen an primärem Mikroplastik aus diversen Quellen in die Umwelt.

(S E R V I C E – Report “Zum Abschminken – Plastik in Kosmetik” unter https://news.greenpeace.at/)

Von: apa

Kommentare

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14 Kommentare auf "Greenpeace findet Mikroplastik und Co. in Make-Up und Lipgloss"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
22 Tage 2 h

I glab wenn mir olla wissatn wos in do Kosmetik ols drin isch, noa wuratmo ins nix ma ins Gsicht und auf die Haut streichn….

elvira
elvira
Universalgelehrter
22 Tage 1 h

sel woas men schun wenn men sich vorher informiert

halihalo
halihalo
Superredner
21 Tage 23 h

wenn man bedenkt was die schönen Frauen dann vieleicht noch alles selbst verschlucken , oje

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
21 Tage 15 h

Warum schmiert ihr euch dann den Rotz auf’n Gesicht?

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
21 Tage 14 h

@anonymous schun auf den Körper und die Haare a , ober die Männer sein a net ohne beim streichen und färben.

halihalo
halihalo
Superredner
22 Tage 2 h

unglaublich ! man sollte das sofort verbieten , das landet alles im Wasserkreislauf

sophie
sophie
Universalgelehrter
22 Tage 2 h

Hoffntlich wearn dei Sochn va Greenpeace vofolgt und kontrolliert und vobotn

heris
heris
Grünschnabel
22 Tage 1 h

Das Mikroplastik  das schon in den Weltmeeren vorhanden ist — wird die Menschheit nicht mehr loswerden — da ist schon viel zu viel Verseucht. Und für die Riesigen Plastik- Abfall–Inseln die in den Ozeanen umhertreiben fühlt sich auch niemand verantwortlich.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
21 Tage 23 h

Wenn man alles wüsste, brauchetn mir essen a nix, altrochè unstreichn!

halihalo
halihalo
Superredner
21 Tage 22 h

Trina1
du bist schon ganz blau grün geworden 😆🙊Scherz

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
21 Tage 19 h

@halihalo ja und rot hast du vergessen, du so ein Lippenstift schön ist er schon.😂

halihalo
halihalo
Superredner
21 Tage 19 h

@Trina1
😆👍

Minie
Minie
Tratscher
21 Tage 13 h

Wer trägt denn zur Zeit noch Lippenstift??? Wir tragen zur Zeit nur noch Masken, alles andere ergibt keinen Sinn 🤭😱

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
21 Tage 15 h

Das Lippenstift Krebserregende Inhaltsstoffe hat,ist schon lang bekannt

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