Er macht seiner Familie das Leben schwer

Handy verweigert – 13-Jähriger rächt sich mit Bestellungen

Freitag, 07. Oktober 2016 | 07:48 Uhr

Weil er von seinen Eltern kein Handy bekam, hat ein Schüler im Landkreis Lindau in Bayern seine Verwandten mit beleidigenden E-Mails und Internet-Bestellungen im Wert von 5.500 Euro überschüttet. Der Vater schaltete die Polizei ein, nachdem der Familie unerwünscht Smartphones, Zeitungsabos und sogar Möbel zugeschickt wurden. Zudem gab es rund 180 Mails mit Beleidigungen.

An einem Abend wurden Verwandte und Nachbarn mit 15 nicht bestellten Pizzas überhäuft. Als die Kripo die Computer der Familie unter die Lupe nahm, fiel der Verdacht auf den Sohn. Der 13-Jährige habe schließlich nach längerem Leugnen die Taten zugegeben.

Eine juristische Strafe erwartet ihn nicht, denn der Schüler ist noch strafunmündig. “Die größte Herausforderung für ihn wird sein, sich bei allen Beteiligten in der Familie und Bekanntschaft zu entschuldigen”, meinte ein Polizeisprecher. Der Schaden halte sich in Grenzen, da die meisten Bestellungen rückgängig gemacht werden konnten.

Von: APA/dpa

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