Hilfe von der EU erbeten

Island kämpft gegen Supermarktkette um seinen Namen

Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 07:22 Uhr

Island hat im Namensstreit mit der britischen Supermarktkette “Iceland Foods” die EU zu Hilfe gerufen. Die Kette besitzt die Rechte an dem englischen Landesnamen und hat laut der isländischen Regierung schon “mehrere Fälle gegen isländische Unternehmen aggressiv verfolgt und gewonnen”, die den Namen “Iceland” verwendet hätten.

“Wir sehen nicht ein, weshalb eine Supermarktkette in Großbritannien uns daran hindern sollte, für unser Land zu werben”, sagte Jon Asbergsson von der staatlichen Marketing-Agentur “Promote Iceland” der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Deshalb habe die Regierung das Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum angerufen, damit es die Markeneintragung zurücknimmt.

“Der Begriff ‘Iceland’ ist außerordentlich breit und vieldeutig, was es den Firmen im Land oft unmöglich macht, ihre Produkte als isländisch zu beschreiben”, argumentiert die Regierung. Die Situation schade vor allem kleinen und wachsenden Unternehmen in dem Versuch, ihre Produkte in Europa zu vermarkten.

In der Vergangenheit habe Island erfolglos versucht, mit “Iceland Foods” zu verhandeln, hieß es in einer Mitteilung. Die Supermarktkette war am Montag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Island kämpft gegen Supermarktkette um seinen Namen"


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Neumi
Tratscher
6 Tage 13 h

Gut, dass die “Südtirol”-Marke schon geschützt ist.

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