Fanszene Obermais setzt ein Zeichen

Kicken mit Flüchtlingen

Dienstag, 14. Juli 2015 | 12:32 Uhr

Meran – Kürzlich hat die Fanszene Obermais zu einem Fußballspiel mit den vor zwei Wochen in Meran angekommenen Menschen aus Afrika eingeladen.

Auf dem Kunstrasenplatz FCO am Viehmarkt wurde gekickt und gebolzt was das Zeug hielt. „Einiges an Fußballschuhen, Shirts und kurzen Hosen konnte unseren neuen Freunden zur Verfügung gestellt werden. Wer also Fußballschuhe zu Hause hat, die nicht mehr gebraucht werden, soll sich bitte bei uns melden. Wir werden auch in Zukunft mit den jungen Herren zum Kicken gehen und ihnen die Möglichkeit geben, einen Fußballplatz zu nutzen“, so die Fanszene Obermais.

Die Fanszene Obermais möchte mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit setzen. „Menschen, welche auf der Flucht vor Krieg, Diktatur, Verfolgung und Hunger sind, verdienen Schutz und unsere Hilfe und nicht Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit. Es sind Menschen wie ich und du und sie haben auf ihrer beschwerlichen Reise und oft schon Jahre andauernden Flucht Dinge erlebt, die wir an dieser Stelle nicht ausführen möchten, weil es einfach unerträglich ist und es dafür eigentlich keine Worte gibt. Wir glauben aber, dass es nötig ist, den immer weiter voranschreitenden Hass in bestimmten politischen Parteien, Gruppen und Internetforen zu verurteilen und, dass mehr Menschen in unserer Gesellschaft der Entmenschlichung von Schutzsuchenden entgegentreten sollten“, so die Fanszene.

„Flucht ist kein Spaß, sondern der letzte und in den allermeisten Fällen einzige Ausweg vor Krieg, Folter und Tod. Wir möchten deshalb wenigstens einen kleinen solidarischen Beitrag leisten und Menschen, welche Schutz und vielleicht ein neues Zuhause suchen, eine Möglichkeit geben, sich vom relativ tristen Alltag im Heim am Bahnhof in Meran abzulenken und das Geschehene, wenigstens für kurze Zeit ein klein wenig zu lindern. Und was kann es dabei Besseres geben, als dem besten aller Hobbys nachzugehen“, fragt die Fansezene Obermais abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Burggrafenamt