Die Polizei warnt

Kunststoffstreifen-Trick: Neue Einbrecher-Masche

Freitag, 31. Juli 2015 | 09:19 Uhr

Mainz/Bozen – Die Polizei in Deutschland warnt vor einer neuen Masche bei Einbrechern. Um zu prüfen, ob die Bewohner eines Objekts länger abwesend sind, klemmen die Kriminellen einen Kunststoffstreifen zwischen Haustür und Rahmen.

Ist dieser Streifen nach einigen Tagen noch unverändert da, werden die Langfinger tätig. Diese Masche komme vor allem in der Ferienzeit zum Einsatz, so eine Polizeisprecherin in Mainz. Der Einbrechertrick sei seit etwa einem Jahr bekannt.

Die Ordnungshüter bitten darum, solche Streifen in einer Plastiktüte an die Polizei zu übergeben. So könnten die Ermittler ein umfassendes Bild über die Häufigkeit des Tricks erlangen.

Ob diese Masche auch in Südtirol angewandt wird, ist noch unklar.

VZS: „Schützen Sie ihr Zuhause“

Auch die Südtiroler Verbraucherzentrale warnt: Ferienzeit sei leider auch Einbruchszeit. Daher sei in den Sommermonaten besondere Vorsicht geboten.

Rund 40 Prozent aller Wohnungseinbrüche finden in den Sommermonaten statt, wo die Besitzer länger außer Haus sind oder in der Nacht die Fenster zum Lüften gekippt werden. Viele der Einbrüche finden spontan statt und könnten vermieden werden, indem man es den Dieben nicht all zu leicht macht, so die Verbraucherschützer.

Tipps um das eigene zu Hause zu schützen

Fenster- und Balkontüren sollten auch bei kurzer Abwesenheit geschlossen werden (keine Kippstellungen).

Haustüren sollten stets abgeschlossen werden, auch wenn man nur kurz weggeht. Zudem sollte der Haustürschlüssel nicht draußen versteckt werden.

Bei Abwesenheit sollten die Rollläden und Jalousien nicht tagelang geschlossen bleiben, sonst weiß jeder, dass niemand zu Hause ist. Auch der Postkasten sollte ab und zu geleert werden.

Bei längerer Abwesenheit sollte man die Nachbarn informieren, damit diese ein Auge auf die Wohnung bzw. das Haus werfen können.

Technische Hilfsmittel, wie Zeitschaltuhren für das Ein- und Ausschalten der Lichter oder das automatische Öffnen von Rollos, aber auch Fernsehatrappen können Diebe abschrecken, da sie Anwesenheit vortäuschen.

Weitere Tipps gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale im Bereich Download „Sicheres Zuhause“ unter www.verbraucherzentrale.it/download/11v11d881.pdf

50 Prozent Steuerabzug für Einbruchssicherungen

Wer noch keine Alarmanlage oder andere Einbruchssicherungen besitzt, kann die Anschaffung solcher Geräte zu 50 Prozent in zehn Jahresraten von der Einkommenssteuer abziehen.

Steuerlich abgesetzt werden können:

Die Installation bzw. Austausch von Umzäunungen und Abgrenzungsmauern.

Der Einbau oder Austausch von Fenstergittern, einbruchssicheren Fenstern, Glastüren und Rolläden.

Der Einbau und Austausch von Sicherheitstüren.

Der Einbau von Alarmanlagen und Überwachungskameras.

Der Einbau von Panzerschränken.

Der Austausch einer Gegensprechanlage durch eine Videogegensprechanlage.

Von: ©lu