Warum die Boeing im Wasser landete, war unklar

Lagune statt Landebahn – Passagierflugzeug verpatzte Landung

Freitag, 28. September 2018 | 11:42 Uhr

Auf einer abgelegenen Insel im Pazifik hat ein Passagierflugzeug mit 47 Menschen an Bord die Landebahn verpasst. Die Maschine der Fluggesellschaft Air Niugini ging stattdessen am Freitag etwa 150 Meter weiter in einer Lagune im zu Mikronesien gehörenden Kleinstaat Chuuk nieder.

Die 35 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder wurden mit Booten gerettet. Die meisten kamen mit dem Schrecken davon. Einige wurden wegen kleinerer Verletzungen im Krankenhaus behandelt. In einer ersten Meldung war von 36 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern die Rede gewesen.

Warum die Boeing 737-800 im Wasser landete, war zunächst unklar. Möglicherweise hatte sie einen technischen Defekt, vielleicht war es auch ein Pilotenfehler. Die staatliche Fluggesellschaft aus Papua-Neuguinea verwies in einer Stellungnahme darauf, dass die Sicht für den Piloten wegen starken Regens sehr schlecht war.

Nach der missglückten Landung schwamm das Flugzeug in der Lagune. Das Wasser darin soll etwa hüfthoch gestanden haben. Mit mehr als einem Dutzend Booten waren Einheimische damit beschäftigt, die Menschen herauszuholen – ein Bild, das sich übers Internet schnell verbreitete. Ganz in der Nähe gibt es einen schwimmenden Markt, wo Fischer jeden Morgen ihren Fang verkaufen. Deshalb waren schnell Boote zur Stelle.

Chuuk gehört zu den Föderierten Staaten von Mikronesien, einem Zusammenschluss von mehr als 600 Inseln mitten im Pazifik. Insgesamt haben sie nur etwas mehr als 100.000 Einwohner. Der Flug PX73 kam aus Pohnpei, einem anderen Staat Mikronesiens, und sollte nach einer Zwischenlandung weiter nach Port Moresby, die Hauptstadt Papua-Neuguineas. Die Maschine ist nach örtlichen Presseberichten 13 Jahre alt und war auf dem Flughafen von Port Moresby schon in einen Zusammenstoß verwickelt.

Nach Angaben von Passagieren brach an Bord der Maschine kurzzeitig Panik aus. Einer, Bill Jaynes, schilderte die ganze Angelegenheit in der Zeitung “Pacific Daily News” eher gelassen: “Ich dachte, wir seien gelandet. Und dann habe ich ein Loch in der Seite gesehen, durch das Wasser hereinkam. Und da dachte ich: So sollte das nicht sein.” Die Flugaufsichtsbehörde Papua-Neuguineas leitete Ermittlungen ein, um den genauen Hergang zu klären.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Lagune statt Landebahn – Passagierflugzeug verpatzte Landung"


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Gredner
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Superredner
18 Tage 22 h

Wikipedia: Chuuk ist ein Bundesstaat mit nur 40.000 Einwohnern von Mikronesien (insgesamt 104.000 Einwohner)…

Warum kann also Südtirol nicht auch ein eigenständiger Staat sein?!?
Dann könnten wir sogar den Flughafen rechtfertigen. 😉

yeah
yeah
Tratscher
18 Tage 19 h

🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️

genau
genau
Universalgelehrter
18 Tage 18 h

Weil unaere unfähigen Hinterwäldlwr in diesem Fall komplette Narrenfreiheit hätten!!🙄🙄

Robin Hood
Robin Hood
Grünschnabel
18 Tage 22 h

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Dann wollen wir mal hoffen, daß in Bozen die Landebahn nicht mit den Bozner Lauben verwechselt wird.

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