Auswirkungen auf Gesundheit unbekannt

Meersalze im “Konsument”-Test: Viele enthalten Mikroplastik

Sonntag, 27. Mai 2018 | 07:20 Uhr

Umweltverschmutzung landet auf dem Teller: Viele Meersalze enthalten kleine Plastikteile, hat eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) bestätigt. In sechs von elf Proben fand sich Mikroplastik in Form von winzigem Granulat oder als Teilchen von Folie. Die Ergebnisse werden im Magazin “Konsument” (Juni-Ausgabe) veröffentlicht.

Bei Fasern aus Kunststoff lagen alle Salze unter der Bestimmungsgrenze. Bei Folien wurden die Tester in zwei Fällen fündig. Am häufigsten stellten sie Granulat in einer Größe von weniger als 0,1 Millimeter fest. Das einzige als “Blindprobe” dazugetestete Steinsalz war erwartungsgemäß frei von Kunststoffpartikeln.

Forscher der Universität von Oldenburg in Deutschland hatten mit dem Thema schon zu Jahresbeginn für Aufsehen gesorgt. Ausgerechnet in Fleur de Sel, ein besonders edles und entsprechend teures Meersalz, wurden in jedem untersuchten von fünf Produkten Plastikrückstände gefunden. Im “Konsument”-Test wurde ein Fleur de Sel kontrolliert, darin steckten aber nur geringe Mengen an Verunreinigungen.

77 Prozent allen Mikroplastiks in den Ozeanen stammt aus Privathaushalten, hielten die Konsumentenschützer fest – aus Waschmaschinen, in denen Synthetikbekleidung gewaschen wird, vom Reifenabrieb der Autos, von Kosmetika. “Die Menge an Mikroplastik, die jeder von uns in die Meere schickt, lässt sich auch in Plastiksackerln ausdrücken: Jeder Europäer steuert 57 Sackerl pro Jahr bei. Noch schlimmer sind nur die Amerikaner mit 150 Plastiksackerln pro Kopf und Jahr”, rechneten die Tester vor.

Welche Auswirkungen die Aufnahme von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit hat, ist weitgehend unbekannt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat vorläufig Entwarnung gegeben, empfiehlt aber weiterführende Untersuchungen.

Von: apa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Meersalze im “Konsument”-Test: Viele enthalten Mikroplastik"


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Sommerschnee
Sommerschnee
Grünschnabel
27 Tage 1 h

Wird bald “der Tag” kommen an dem wir uns nicht mehr schützen können? 🤔

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
26 Tage 23 h

Dauert nicht mehr lange! Und bis dahin wird fröhlich weiter konsumiert, verschmutzt und verprasst.

Gredner
Gredner
Superredner
26 Tage 23 h

Dieser Tag ist schon gekommen. Auch wenn wir jetzt, sofort aufhören Plastik zu produzieren, wird sich im Meer dennoch immer mehr Plastik ansammeln, denn unsere Müllberge werden noch Jahrhunderte lang langsam aber sicher ins Meer wandern oder in den Nahrungskreislauf übergehen…

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
26 Tage 22 h

@ Gredner
Ja du sagst es :
wenn da Leute sogar Benzin oder Gülle in den Murmelbau schütten dann hat die Umweltverpestung sowieso schon bei vielen dessen verheerende Wirkung gezeigt  :-))

Gredner
Gredner
Superredner
26 Tage 16 h

Ja. Zum Glück gehöre ich nicht dazu. Ich lasse die Murmeltiere in Ruhe und vermeide Plastik wo immer es geht.

Andreas
Andreas
Superredner
26 Tage 21 h

die Welt werd ihre Selbstheilung starten und mit Umweltkatastofen es Leben ausrotten und in x mil. Johr wieder bei null starten. zem vieleicht nor ohne dumme Menschen…

Leonor
Leonor
Tratscher
26 Tage 22 h

vor ein paar Tagen wurde schon berichtet, dass die Fischerei Mitglieder, an den Süd-Tiroler Seen oder Bächen waren um ganzen Müll herauszuholen, Resultate waren Haufen Plastiksäcke, Flaschen usw sogar elektrische Geräte waren dabei!

Gredner
Gredner
Superredner
26 Tage 16 h

Ich bin neugierig, welcher Bürgermeister als erster den Mut hat in seiner Gemeinde den Verkauf von Wasser in Plastikflaschen zu verbieten.

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