Rotfeuerfisch fühlt sich immer wohler

Mittelmeer: Badestrände durch giftigen Raubfisch bedroht

Mittwoch, 29. Juni 2016 | 12:05 Uhr

Der Klimawandel macht’s möglich: Wegen der steigenden Wassertemperaturen fühlt sich der exotische und giftige Rotfeuerfisch im Mittelmeer immer wohler.

Die Art Pterois miles habe innerhalb eines Jahres fast die gesamte Südostküste von Zypern besiedelt, berichten Forscher der Mittelmeerinsel und der britischen Universität Plymouth im Fachmagazin «Marine Biodiversity Records».

Laut dem Online-Portal 20min.ch hatte es zuvor nur wenige Sichtungen im Mittelmeer gegeben.

Die bis zu 35 Zentimeter großen Rotfeuerfische ernähren sich von Fisch und Krustentieren. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber.

An sich wäre die Sache wohl nicht der Rede wert, doch das Gift des Fisches ist auch für Menschen gefährlich. Seine Ausbreitung bedeutet für Taucher und Schwimmer eine höhere Gefahr, denn kommen sie in Kontakt mit den giftigen Stacheln kann das tödlich sein.

Aber auch die Artenvielfalt könnte durch den Neuankömmling, der sich irrsinnig schnell vermehrt, gefährdet sein, warnen die Forscher.

In der Karibik und an der Ostküste der USA werden bereits gezielte Programme gegen eine weitere Ausbreitung dieser invasiven Art durchgeführt. Dort wurde der Rotfeuerfisch vermutlich ausgesetzt.

Ins Mittelmeer ist er vermutlich über den Suez-Kanal gekommen. Im Roten Meer und im Indischen Ozean ist er heimisch.

Von: ©luk

Bezirk: Bozen