Ehemann war kein Vegetarier

Mord in Indien wegen Hammelsuppe aufgeflogen

Samstag, 16. Dezember 2017 | 07:40 Uhr

Ein ausgefeilter Mord einer indischen Frau an ihrem Ehemann ist aufgeflogen, weil ihr Liebhaber eine Hammelsuppe ablehnte. Die 34-jährige Krankenschwester soll ihrem Liebhaber mit Säure das Gesicht entstellt und ihn als getöteten Ehemann ausgegeben haben, wie der Polizeichef des Bezirks Nagarkurnool im Süden Indiens, Kamleswar Shingvenar, am Mittwoch auf Nachfrage erklärte.

Die Familie des Ehemanns meldete sich aber bei der Polizei, als ihr angeblicher Angehöriger im Krankenhaus Hammelsuppe mit der Begründung ablehnte, er sei Vegetarier. Der Ehemann hatte nach Angaben seiner Familie gerne Fleisch gegessen. Schon Körpergröße und -bau des Patienten hätten sie misstrauisch gemacht.

Das Liebespaar hatte den Ehemann der Polizei zufolge mutmaßlich betäubt und dann zu Tode geprügelt. Anschließend sollen sie sein Gesicht mit Säure entstellt, die Leiche in einen Wald gebracht und verbrannt haben. Dann entstellte die Krankenschwester demnach mit einem Gemisch aus Säure und Benzin auch das Gesicht des Liebhabers und behauptete, vier Unbekannte hätten ihren Mann angegriffen.

Die Frau wurde verhaftet. Auch der Liebhaber komme nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Gewahrsam, sagte Shingvenar. Die Tat geschah bereits am 27. November, der Fall kam aber jetzt erst ans Licht und sorgte am Mittwoch für Aufsehen in indischen Medien. Diese berichteten, die Frau habe die Idee für das Verbrechen vom Lokalfilm “Yevadu”. Darin gibt eine plastische Chirurgin einem verletzten jungen Mann per Operation das Gesicht ihres toten Sohns.

Von: APA/dpa