Der kleine Drill-Junge Pinto verzauberte am Mittwoch die Besucher

Münchner Zoo Hellabrunn freut sich über Affen-Nachwuchs – VIDEO

Donnerstag, 23. Juli 2015 | 07:25 Uhr

München – Der kleine Affe ist eigentlich ein Krebs – zumindest dem Sternzeichen nach. Denn Pinto, der jüngste Nachwuchs bei den Drills im Münchner Tiergarten Hellabrunn, wurde hier am 24. Juni geboren. Damit ist der Drill-Junge einen knappen Monat alt. Und obwohl er am liebsten bei seiner Mutter kuschelt und sich an deren Milchbar bedient, muss er auch schon lernen, auf eigenen Füßen zu stehen, erklärt Zoo-Kurator Carsten Zehrer: "Der Tagesablauf ist relativ unspektakulär. Es ist in der Hauptsache: schlafen und trinken. Aber man konnte auch in den letzten Minuten sehr schön sehen, dass er von der Mutter abgesetzt wird und der Mutter ein paar Schritte hinterherlaufen muss. Sie werden also relativ schnell zur Selbstständigkeit erzogen. Und er fängt auch jetzt schon in Kürze an, feste Nahrung zu probieren, kann man sagen. Also, er nimmt das, was die Mutter auch frisst, schon mal in den Mund, kaut darauf herum."

Am Mittwoch konnte der kleine Pinto den Zoo-Besuchern schon einmal zeigen, was er so drauf hat. Die Palette reichte von ersten akrobatischen Einlagen an einem Eimer bis hin zu Faxen machen vor dem begeisterten Publikum. Drills sind eine Pavianart, die dem Mandrill ähnelt. Aber sie haben keine so farbenfrohe Gesichtsfärbung wie dieser. Sie leben in freier Wildbahn in den Regenwäldern von Nigeria, Gabun und Kamerun, wo ihr Bestand unter der instabilen politischen Lage vor Ort sowie der Abholzung und der schonungslosen Jagd leidet.

Doch in Hellabrunn haben der 12-jährige Drill-Papa Bakut und die zehnjährige Mutter Kaduna einiges für die Arterhaltung getan. So kann sich der Zoo schon das dritte Jahr über Nachwuchs bei den seltenen Tieren freuen.

Von: Reuters