New Yorker Kunstausstellung nimmt Donald Trump aufs Korn

“Why I Want to Fuck Donald Trump”

Samstag, 15. Oktober 2016 | 08:10 Uhr

Eine neue Kunstausstellung in New York geht mit dem umstrittenen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hart ins Gericht. “Why I Want to Fuck Donald Trump” heißt die am Donnerstag eröffnete Schau in Manhattans Viertel Chelsea, die noch bis 12. November und damit bis vier Tage nach der Präsidentschaftswahl läuft.

Rund 20 Künstler setzen sich in der Joshua Liner Gallery mit der Schnittstelle amerikanischer Politik, dem “übersexualisierten Promi-Kult” und der Effekthascherei der Wahl auseinander, wie es in der Mitteilung zur Eröffnung heißt. Zu sehen sind etwa der Grabstein des Künstlers Brian Andrew Whiteley, der den extra angefertigten Granit-Block mit Trumps Namen sowie dessen Geburts-, aber ohne dessen Todesdatum im Mai im Central Park aufgestellt hatte. Der Secret Service hatte Whiteley daraufhin befragt, was den Künstler aber nicht von weiteren provokativen Aktionen abhalten werde, wie Whiteley der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Teil der Ausstellung sind auch Gemälde von Trump und seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton, deren beider Gesichter mit Genitalien aus pornografischen Bildern zusammengesetzt sind. Die beiden Schwarz-Weiß-Porträts “Trump (Clinton)” und “Clinton (Trump)” von Kurator Alfred Steiner wechseln ihr jeweiliges Bild, sobald der Blitz einer Fotokamera oder eines Handys davor aufleuchtet: Wer etwa das Trump-Porträt fotografiert, sieht anschließend auf seinem Kamera- oder Handy-Display überraschenderweise ein Porträt Clintons. Mit Karikaturen, Parodien und Spott äußern die Künstler die Kritik am derzeitigen politischen Klima, das “Politiker und Prominente auf gefährliche Weise zusammengeschweißt hat”, schreibt Kurator Steiner.

http://joshualinergallery.com

Von: APA/dpa

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