Drastische Maßnahme folgt auf eine Serie von Vorfällen

Pariser Vorort verlangt Kaution von Hochzeitspaaren

Mittwoch, 17. November 2021 | 07:25 Uhr

Der Pariser Vorort Poissy verlangt von Hochzeitspaaren künftig für die standesamtliche Trauung eine Kaution von 1.000 Euro. Mit dem hinterlegten Geld sollten mögliche Schäden oder Verschmutzungen reguliert werden, die die Hochzeitsgesellschaft im Trausaal oder auf den Rathausstufen hinterlasse, berichtete die Zeitung “Le Parisien” am Dienstag.

Auch wenn das Paar um mehr als 30 Minuten verspätet im Standesamt eintrifft, soll ein Teil der Kaution einbehalten werden. Die maximale Zahl der Anwesenden im Trausaal wird von 99 auf 50 reduziert, zwei Gemeindepolizisten sollen das Geschehen sicherheitshalber auch filmen und die Ordnung gewährleisten.

Die drastische Maßnahme, die der Gemeinderat am Montagabend beschloss, folgte auf eine Serie von Vorfällen bei Hochzeiten in dem Ort. Zuletzt vor einigen Tagen gab es 35 Anzeigen nach einer Hochzeit, bei der das Paar verspätet kam, ein Autokorso die Straße blockierte, es im Rathaus drunter und drüber ging und Beamte beleidigt wurden. Auch wenn es nur bei einer kleinen Zahl von Hochzeiten zu Problemen komme, dürften diese nicht zu Lasten der Gemeinschaft sein, begründete der Bürgermeister den Schritt.

Die Kleinstadt Salon-de-Provence in Südfrankreich ging das Problem übrigens vor Jahren bereits pädagogischer an, wie der Sender Europe 1 berichtete: Das Hochzeitspaar soll dort vor der Trauung einen Verhaltenskodex unterschreiben, der regelt, was im Rathaus und drumherum erlaubt ist und was nicht.

Von: APA/dpa

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