Verstoß gegen bilaterale Abkommen

Schweizer Dorf Champagne verliert Streit um Namen für Wein

Montag, 19. April 2021 | 07:08 Uhr

Das kleine Schweizer Dorf Champagne darf künftig nicht mehr “Gemeinde Champagne” auf die dort produzierten Weine schreiben. Das entschied das Verfassungsgericht des Kantons Waadt zugunsten des französischen Wirtschaftsverbands der Champagner-Produzenten. Die Schaffung einer geschützten Herkunftsbezeichnung (AOC) durch die Kantonsbehörden verstoße gegen bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU.

Das Dorf Champagne hatte erst am 13. Jänner nach jahrelangem Streit das Recht erhalten, seinen Namen auf seine Produkte zu schreiben. Die Kantonsbehörden sahen laut ihrer Entscheidung keine Gefahr, dass die Weißweine von den rund 28 Hektar Weinbergen nahe dem Neuenburgersee in der Westschweiz mit dem weltbekannten französischen Schaumwein verwechselt werden könnten.

Der französische Interessenverband der Champagner-Hersteller, die zusammen rund 34.000 Hektar Weinberge bewirtschaften, hatte jedoch Klage eingereicht und bekam nun Recht. In der Entscheidung des Verfassungsgerichtes des Kantons Waadt heißt es, der französische Begriff “champagne” genieße durch das bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU einen exklusiven Schutz. Dieser verbiete “jede Verwendung des Namens für Weine, die nicht aus der französischen Champagne kommen”.

Von: APA/AFP

Kommentare

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3 Kommentare auf "Schweizer Dorf Champagne verliert Streit um Namen für Wein"


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Ame
Ame
Neuling
22 Tage 4 h

Mir ist ein gutes Bier e lieber

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
21 Tage 23 h

Ein EU-Irrsinn. Ich würde daraus einen Marketing-Schachzug machen und die Weinetiketten mit einem Warnhinweis versehen, beispielsweise a la’ “Wein aus dem Schweizer Ort Champagne…! Bitte nicht verwechseln mit der französischen Champagne! “

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
21 Tage 18 h

Ich bleib bei meinem südtiroler Markenspeck. Da kann ich mich drauf verlassen.

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