Gleichgeschlechtliche Ehe war Hauptthema

So feiert Berlin den Christopher Street Day – VIDEO

Sonntag, 28. Juni 2015 | 10:48 Uhr

Berlin – Mehrere tausend Teilnehmern haben in Berlin an der Parade zum Christopher Street Day teilgenommen. Sie zogen am Samstag vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor. Die Route führte über den Nollendorfplatz zur Siegessäule und von dort über die Straße des 17. Juni.

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Die Teilnehmer treten vor allem für Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen ein. Eins der Hauptthemen der Veranstaltung war die gleichgeschlechtliche Ehe.

Hier ein paar Stimmen von Leute vor Ort: "Jetzt wo USA jetzt muss eigentlich Deutschland und die ganze Welt nachziehen." "Es ist mittlerweile schon wirklich peinlich, wenn sogar Irland uns voraus ist, wenn die USA uns voraus sind. Viele andere Länder uns voraus sind. Wir sind mittlerweile in Europa, was das angeht, zumindest Westeuropa, das Schlusslicht. Das geht gar nicht." "Die letzten vier Wochen haben sich vier Länder für gleiche Rechte von Lesben und Schwulen entschieden. Erst Irland, dann Grönland, dann Mexiko und jetzt die USA. Deutschland ist wirklich Lesben- und Schwulenpolitisch ein Entwicklungsland."

Mit dabei Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sowie der amerikanische Botschafter John B. Emerson mit einer flammenden Eröffnungsrede: "Heute ist ein wunderschöner Tag. Warum? Because today marriage-equality is the law of the land in the United States of America." Am Freitag erst hatte das Oberste Gericht der USA die gleichgeschlechtliche Ehe landesweit für legitim erklärt.

Der Christopher Street Day sieht für Laien vielleicht aus wie eine bunte Verstaltung oder Karneval. Im Vordergrund stehen jedoch ernste politische Themen.

Von: Reuters