Schönheitschirurg mit Spenden bezahlt

Sprühkleber für’s Haar-Styling benutzt – US-Lady leidet

Samstag, 13. Februar 2021 | 08:00 Uhr

Hilfe für ein äußerst ungewöhnliches und unangenehmes Problem hat eine Frau im US-Bundesstaat Louisiana erhalten: Nachdem Tessica Brown sich mit superstarkem Sprühkleber frisiert hatte und ihr Haar deshalb nun starr am Kopf klebt, konnte sie über die Internetplattform “Gofundme” mehr als 15.000 Dollar (12.400 Euro) an Spenden einsammeln. Auch ein Schönheitschirurg hat bereits seine Dienste angeboten.

Ende vergangener Woche hatte die Frau ein Video über Tiktok verbreitet, in dem sie schilderte, dass ihr das Haargel ausgegangen sei und sie deshalb das Klebe-Spray verwendet habe. “Schlechte, schlechte, schlechte Idee”, gab Brown den Tränen nahe zu. “Meine Haare sehen jetzt seit ungefähr einem Monat so aus. Ich habe mir das nicht ausgesucht.”

Der aus Aceton und Propan hergestellte Kleber ist hundert Prozent wasserdicht und wird eigentlich zum Kleben von Holz und Laminat verwendet. Er darf laut Herstellerhinweis nicht in Kontakt mit der Haut kommen, weil er schwere Reizungen verursachen kann. Brown versuchte den Kleber mit diversen Produkten wie Kokosöl loszuwerden und auch im Internet bekam sie unzählige Tipps. Es half allerdings nichts und so suchte Brown nach eigenen Angaben zunächst Hilfe in einem Krankenhaus in Chalmette.

Da dies auch nicht zum Erfolg führte, startete sie den Spendenaufruf zur Finanzierung ihrer medizinischen Folgekosten bei “Gofundme” und bekam bis Dienstag mehr als 15.000 Dollar. Nun soll der Schönheitschirurg Michael Obeng in Los Angeles helfen. Brown sei zu Obeng gereist und dieser werde den Kleber entfernen, sagte eine Sprecherin des Arztes der Nachrichtenagentur AFP. Laut Promi-Website “TMZ” hatte Obeng seine Hilfe unentgeltlich angeboten. Auch vom Hairstylisten von Pop-Diva Beyoncé, Neal Farinah, bekam Brown auf Instagram ein Hilfsangebot.

Durch ihren Fehlgriff ist Brown in US-Medien mittlerweile als “Gorilla Glue Girl” bekannt. Der Hersteller des Klebers der Marke Gorilla Glue äußerte via Twitter Bedauern über diesen “unangenehmen Vorfall”. “Diese Situation ist einmalig, denn dieses Produkt ist nicht für die Haare gedacht, denn es ist als permanent zu betrachten”, konnte sich der Hersteller eine Belehrung an Brown nicht verkneifen.

Von: APA/AFP