Offenbar unsicherer Umgang mit Mundschutz - der Präsident zeigte Humor

Südafrikas Präsident reagiert mit Ironie auf “Masken-Fiasko”

Samstag, 25. April 2020 | 07:40 Uhr

Nach einer verunglückten Masken-Vorführung im TV hat Cyril Ramaphosa, südafrikanischer Präsident, die Lacher auf seiner Seite. Zum Ende einer Rede an die Nation hatte der 67-Jährige am Vorabend vor laufenden Kameras sichtliche Probleme mit dem Anlegen seines Mundschutzes.

Am Freitag meinte er selbstironisch bei einem Pressetermin in Johannesburg: “Allen, die gestern über mich gelacht haben, sage ich: Ich werde eine TV-Sendung starten und den Leuten beibringen, wie man eine Maske anlegt…” Seine verzweifelten Versuche mit der Maske hatten in sozialen Medien für Spott gesorgt.

Der Präsident hatte bei der Rede vorsichtige Lockerungen der Ausgangssperre erläutert. Sein Finanzminister Tito Mboweni kündigte am Freitag Kürzungen und Umschichtungen im Haushalt zur Finanzierung eines von Ramaphosa angekündigten milliardenschweren Rettungspakets an. Es soll die verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise im Lande abfedern.

Kürzungen soll es etwa im Tourismussektor geben, der zum Erliegen gekommen ist. Mboweni verteidigte zudem Gespräche mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IMF).

Die Regierung hatte vor einigen Wochen im Kampf gegen das Coronavirus eine strenge Ausgangssperre verhängt. Millionen von Südafrikanern in der informellen Wirtschaft oder ohne Arbeit kämpfen seitdem um ihr Überleben; Armut und Nahrungsmittelsicherheit haben sich dramatisch verschlechtert. Schon vor den Restriktionen steckte Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft in einer wirtschaftlichen Schieflage.

Von: APA/dpa