„Kühlen Kopf bewahrt“

Südtiroler Apfel-Lkw stoppt Geisterfahrerin

Montag, 13. April 2015 | 12:00 Uhr

Girlan/Frankfurt – Die Geistesgegenwart des 19-jährigen deutschen Lkw-Fahrers Niklas Frohnert hat vermutlich Leben gerettet. Laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten stellte auf der A8 bei Frankfurt seinen Lkw quer, um eine Geisterfahrerin zu stoppen. Detail am Rande: Der Lkw war mit Äpfeln der Firma KIKU GmbH aus Girlan beladen.

KIKU-Geschäftsführer Jürgen Braun zeigt sich stolz. „Der junge Mann hat einen kühlen Kopf bewahrt und Courage gezeigt“, erklärt er gegenüber den „Dolomiten“.

Frohnert saß gegen Mitternacht am Steuer seines 25-Tonners mit der KIKU-Aufschrift und war in Richtung Herrenberg unterwegs. Dort bemerkte er einen stehenden Pkw des Typs Ford Galaxy, bei dem die Scheinwerfer aus waren. Plötzlich fuhr der Wagen los und steuerte direkt auf den Laster zu.

Der junge Mann geriet allerdings nicht in Panik und ließ sich nicht beirren. Wie er dem „Südkurier“ erzählte, näherten sich hinter ihm gerade zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit. Weil er befürchtete, dass sie mit dem Auto kollidieren, habe er das Warnblinklicht eingeschaltet. Anschließend stellte er sich schräg mit dem Lkw auf die mittlere Spur.

Der Ford Galaxy bremste ab und kam nur 20 Zentimeter vor dem KIKU-Laster zum Stillstand. Die Frau am Steuer soll geschrien und geschimpft haben. Dann wendete sie und fuhr davon. Doch der beherzte Lkw-Fahrer hatte bereits die Polizei alarmiert, und kurz darauf fing eine Streife den Wagen bei einer nahegelegenen Autobahnausfahrt ab.

In bundesdeutschen Medien wird Frohnert nun als Held gefeiert, was der bescheidene junge Mann allerdings nicht nachvollziehen kann. Immerhin habe er gar nicht viel gemacht, erklärte der 19-Jährige gegenüber dem „Südkurier“.

Von: ©mk