Jetzt heißt es fressen, fressen und noch mehr fressen

Tiere im Bärenwald Arbesbach legen sich “Winterspeck” zu

Montag, 09. Oktober 2017 | 09:40 Uhr

Im von Vier Pfoten betriebenen Waldviertler Bärenwald Arbesbach sind die Schützlinge zur Zeit damit beschäftigt, sich Fettreserven für die Zeit ihrer Winterruhe anzulegen. Die sieben Bären brauchen “dringend Nüsse, um dick zu werden”, ersuchte die Tierschutzorganisation in einer Aussendung am Montag um Futterspenden.

Nüsse seien besonders wichtig: “Wir sind daher dankbar für jedes Säckchen”, meinte Betriebsleiterin Sigrid Zederbauer. Jeder Spender bekommt als Dankeschön einen Bärenwald-Kalender für 2018.

Während der Winterruhe selbst fressen die Bären kaum etwas. Sie verbringen den Winter in unterirdischen Höhlen, ihre Körperfunktionen laufen auf Sparflamme. Dabei zehren sie von den angefutterten Fettreserven. Auch die ehemaligen Zirkus- und Käfigbären in Arbesbach haben mittlerweile gelernt, dass Nüsse perfekte Fettspender sind. “Auch wenn unsere Bären sehr artfremd aufgewachsen sind, entwickeln sie mehr und mehr ihr natürliches Verhalten. Sich im Herbst optimal für den Winter vorzubereiten, heißt daher auch für sie: Aktivität drosseln und Energiezufuhr erhöhen”, erklärte Zederbauer.

Beim Knacken der Nüsse würden die Tiere eine beeindruckende Geschicklichkeit entwickeln. “Keine Nuss ist zu ihnen zu hart, jedes noch so kleine Bröserl wird von den Tatzen aus der Schale gekratzt”, so Zederbauer. Dabei naschen regelmäßig auch Krähen, Eichkätzchen, Eichelhäher und andere “Futterdiebe” mit.

In den vergangenen Tagen hätten die Bären schon ein wenig zugenommen. Zwölf bis 15 Kilogramm Futter bekommt ein Bär pro Tag – diese Menge müsse nun deutlich erhöht werden. Der Bärenwald freue sich daher über jede Nuss-Spende: “Und nachdem die Bären nicht so heikel sind, können es ruhig auch schon ein wenig ältere Nüsse, wie zum Beispiel aus dem Nikolaussackerl des Vorjahres, sein”, sagte Zederbauer.

Der Bärenwald Arbesbach ist eine von mehreren Bärenauffangstationen von Vier Pfoten. Derzeit leben mit Vinzenz, Tom, Jerry, Brumca, Erich, Miri und Emma hier sieben Braunbären auf insgesamt 14.000 Quadratmetern. Für Besucher ist das Bärenschutzzentrum bis 2. November täglich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet, Führungen gibt es jeweils Mittwoch und Freitag um 15.00, am Samstag um 16.00 Uhr.

Von: apa

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