Pokemon go lässt Menschen verrückte Sachen machen - dich auch?

Virtuelle Monsterjagd beliebter als Pornos

Donnerstag, 14. Juli 2016 | 13:12 Uhr

Pokemon-Go lässt die Menschen verrückte Sachen machen. Spieler laufen durch Krankenhäuser oder über Bahngleise, andere stürzen beim Gamen schon mal ungewollt von Brücken oder prallen – den Blick stets aufs Smartphone gerichtet – mit anderen Fußgängern zusammen. Kurz gesagt: Das Pokemon-Go-Fieber grassiert. Mit dem Hype rund um die Wiederauferstehung der Pokemons explodierte innerhalb von nur wenigen Stunden der Börsenwert des Herstellers.

Doch worum geht es bei dem Spiel genau? Es ist eine Jagd auf virtuelle Monster in der realen Welt. Das Spiel ermittelt durch das Global Positioning System (GPS) und die Mobilfunkortung die Standortdaten des Spielers und positioniert ihn virtuell auf einer Spielekarte, die auf dem Kartenmaterial von Google Maps basiert.

Dabei nutzt Pokemon-Go Landmarken, Wahrzeichen und auffällige Objekte der materiellen Welt zur Gestaltung einer virtuellen Spielwelt, um in ihr virtuelle Figuren zu platzieren.

Daher sieht man nun weltweit Leute aller Altersklassen mit dem Smartphone durch die Straßen laufen, um Pokemons einzufangen.

Brisante Zwischenfälle im Straßenverkehr

Weil das Spiel ein gewisses Suchtpotenzial hat, warnt der deutsche Automobilclub ADAC bereits vor Unfällen. Wer eine Pokémon-Figur erwischen wolle, der müsse dauerhaft auf sein Handy blicken und verliere dabei „nur allzu leicht“ den Blick für die Umgebung, hieß es.

Dadurch könnten gefährliche Situationen im Straßenverkehr entstehen. Spieler könnten sich animiert fühlen, über die Straße zu laufen, ohne auf den Verkehr zu achten – dies gelte besonders für Kinder, warnte der ADAC in München. Der Autoclub empfiehlt Eltern, das Spiel mit den Kindern auszuprobieren und auf Probleme hinzuweisen.

In den USA soll es laut ADAC bereits zu brisanten Zwischenfällen gekommen sein: Autofahrer wendeten demnach auf der Autobahn, um ein Monster einzufangen, oder blieben mitten auf der Landstraße stehen, weil plötzlich ein Pokémon auf dem Armaturenbrett auftauchte. Motorradfahrer seien von der Polizei gestoppt worden, weil sie ihre Handys mit laufendem Spiel auf den Lenker montiert hatten.

Besorgniserregende Entwicklung für Facebook & Co.

Weil Pokémon Go so stark durch die Decke geht, sehen Experten darin eine besorgniserregende Entwicklung für Dienste wie Facebook, Snapchat und Instagram.

Angeblich wurde die App in den USA innerhalb von fünf Tagen 7,5 Millionen Mal heruntergeladen. Nach neuesten Schätzungen wurde die App am Montag allein in den USA von fast 21 Millionen Menschen verwendet und hat in Sachen Verweildauer sogar Facebook überflügelt.

Wie ist’s um euch bestellt? Seid auch ihr schon dem Pokemon-Fieber verfallen?

Von: ©luk