Merino-Schafe als Versuchs-"Kaninchen"

Wohl älteste Spermien der Welt schwängerten Schafe

Sonntag, 24. März 2019 | 07:30 Uhr

Der eingefrorene Samen von Merinoschafböcken ist auch nach 50 Jahren noch nutzbar. Das fanden Forscher in Australien heraus, die 56 Merinoschafe mit Sperma aus dem Jahr 1968 besamten. 34 der Schafe wurden nach der Besamung trächtig. Die Erfolgsrate von 61 Prozent sei etwa die gleiche, die mit erst kürzlich eingefrorenem Samen erzielt werde, erklärten die Wissenschafter von der Universität Sydney.

“Wir glauben, dass es sich hier um die ältesten nutzbaren aufbewahrten Spermien einer Art weltweit handelt und in jedem Fall um das älteste Sperma, mit dem Nachwuchs produziert wurde”, sagt die Biologin Jessica Rickard. Die Samenspenden aus dem Jahr 1968 stammten nach Angaben der Universität von vier Schafböcken. Sie wurden damals mit Hilfe von flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius eingefroren und jetzt wieder für die Besamungen aufgetaut. “Das zeigt ganz klar die Nutzbarkeit von langfristig eingefrorenem und gelagertem Sperma”, sagte Rickards Kollege Simon de Graaf.

Interessant sei auch der Einblick in die Schafzuchtpraxis der Vergangenheit. So schienen die Lämmer die faltige Haut zu haben, die bei Merinoschafen in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts vorkam. Züchter hätten diese Schafe ausgewählt, um die Hautoberfläche der Tiere und damit den Wollertrag zu maximieren. Später habe man von der Praxis wieder abgelassen, weil die Falten unter anderem beim Scheren zu Problemen geführt hätten, erklärte De Graaf.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Wohl älteste Spermien der Welt schwängerten Schafe"


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peterle
peterle
Superredner
27 Tage 1 h

Sollte zeigen dass man humanes Sperma genauso eingefroren lagern kann. Sollte in den nächsten Jahren der Versuch den vollkommenen Menschen mit künstlicher Intelligenz zu kreuzen mißlingen kann man wieder zum Ursprung zurückkehren.
Übrigens, wie bei den Bienen ist die männliche Variante ersetzbar und die femme Zeit ist vollendet.

Tabernakel
27 Tage 26 Min

Warum sollte das?

peterle
peterle
Superredner
26 Tage 22 h

@Tabernakel
Darauf zurückzuführen dass der Mensch wie so oft schon die Welt mitsammt seinen Lebewesen schon öfters an die Grenzen gebracht hat. Bevor der grosse Impakt kommt muss hakt doch gegengesteuert werden ohne dass die grosse Masse es mitbekommt. Ein Einstein hat sich sicher auch Gedanken zur Tukunft gemacht als Er sah was seine Bombe für gewaltige Schäden anrichtet.

Sommerschnee
Sommerschnee
Grünschnabel
27 Tage 5 h

ein bisschen gruselig 🤔

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