Die Idee mit der Biomasse

“Zoo Poo”: Englischer Zoo nutzt Tierfäkalien für Heizung

Mittwoch, 20. Oktober 2021 | 06:55 Uhr

Aus Kot gewinnt ein britischer Zoo künftig Energie. Die Fäkalien gefährdeter Tierparkbewohner wie Grevyzebra, Säbelantilope und Somali-Wildesel würden genutzt, um das Tropenhaus und andere große Gebäude zu heizen, teilte der Marwell Zoo im südenglischen Winchester am Freitag mit. “Unsere weltweit erste Initiative nutzt die Kraft von Zoo Poo!”, schrieb der Tierpark. Das soll dazu beitragen, jährlich 220 Tonnen CO2 einzusparen und 2022 kohlenstoffneutral zu werden.

“Die dringende Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu reduzieren und diese kohlenstoffreichen Quellen im Boden zu belassen, bedeutet, dass wir nicht schnell genug handeln können, um die Ölheizungen in diesen Gebäuden zu ersetzen”, sagte Duncan East, der Nachhaltigkeitsbeauftragte des Zoos.

“Poo” ist ein umgangssprachliches englisches Wort für “Kot”. Bisher seien 600 Tonnen Tierkot zum Kompost gebracht worden, was zu erheblichen CO2-Transportkosten geführt habe. Daher sei die Idee mit Biomasse entstanden. Die tierischen Hinterlassenschaften von Antilope, Zebra und Co. werden nun jeden Morgen gesammelt, zerkleinert und gemischt und schließlich getrocknet und zu Briketts gepresst.

Im Tropenhaus bleibt es damit auch künftig tropisch warm. Dort wohnen unter anderem verschiedene Vögel, ein Zweifinger-Faultier oder Warane.

Von: APA/dpa

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1 Kommentar auf "“Zoo Poo”: Englischer Zoo nutzt Tierfäkalien für Heizung"


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N. G.
N. G.
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Was für eine Idee!
Vor 1000 Jahren haben Menschen schon Kamel und Elefanten Dung verbrannt.
Wirklich sagenhaft wie schnell wir uns weiter entwickeln.

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