Befremdliche Sitten in Simbabwe

Zwei Jahre Haft für Missachtung des Präsidentenkonvois

Montag, 27. Juni 2016 | 08:40 Uhr

Ein Gericht in Simbabwe hat einen Lastwagenfahrer wegen Missachtung der Autokolonne von Staatschef Robert Mugabe zu zwei Jahren Haft verurteilt. Wie die Zeitung "NewsDay" am Freitag berichtete, erteilte das Gericht in Harare dem Mann außerdem ein lebenslanges Verbot, Lastwagen zu fahren.

Der Angeklagte bekannte sich demnach schuldig und erklärte, er habe am vergangenen Samstag nicht realisiert, dass es sich um die Kolonne des Präsidenten gehandelt habe, die in der Hauptstadt auf dem Weg zu dessen Haus im gehobenen Vorort Borrowdale gewesen sei. Wegen des Lärms seines Lasters habe er die Polizeisirene überhört und sich plötzlich mitten in dem Konvoi befunden. Der Lkw-Fahrer wurde zehn Kilometer weiter festgenommen. Zuvor hatte er auf der Flucht mehrere rote Ampeln überfahren.

Mugabe bewegt sich gewöhnlich in einem Konvoi von mehr als zehn Fahrzeugen und Motorrädern fort. Wer der Eskorte in die Quere kommt, muss damit rechnen, an Ort und Stelle von Mugabes Sicherheitsleuten verprügelt und festgenommen zu werden.

Von: apa