Politik

Abschied nehmen in Bergkarabach [1:15]

Sonntag, 15. November 2020 | 12:21 Uhr

Brennende Häuser und letzte Gebete in Bergkarabach.

Denn der Bezirk Kalbadschar muss laut einem Waffenstillstandsabkommen im Konflikt um die Kaukasusregion am Sonntag an Aserbaidschan übergeben werden.

Gläubige besuchten daher ein letztes Mal den Klosterkomplex von Dadiwank in einem Gebirgstal in Kalbadschar, eine der wichtigsten Stätten der Armenisch-Apostolischen Kirche.

“Ich komme aus Eriwan und bin extra hergekommen, um Abschied zu nehmen. Ich hoffe, dass unser Volk eines Tages zurückkommt und hier leben wird.”

“Ich hoffe, dass diese Steine wieder dorthin zurückkehren, wo sie hingehören. Diese Hoffnung hege ich weiterhin.”

In Bergkarabach haben mehrere Armenier ihre Häuser angezündet. Der Hass auf Aserbaidschan ist so groß, dass sie nichts Brauchbares hinterlassen wollen, nachdem sie das Land verlassen müssen.

Die verfeindeten Nachbarstaaten Armenien und Aserbaidschan hatten sich unter russischer Vermittlung auf einen Waffenstillstand in Bergkarabach geeinigt, nachdem in dem Konflikt in wochenlangen Kämpfen Tausende Menschen ums Leben gekommen waren. Armenien verpflichtete sich dabei, die Kontrolle über große Gebiete an Aserbaidschan zu übergeben.

Von: reuters

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