Vermischtes

Berlinale-Film “Schwesterlein” – Eidinger und Hoss spielen geschwisterliche Verbundenheit [3:05]

Mittwoch, 26. Februar 2020 | 13:23 Uhr

In dem Berlinalefilm “Schwesterlein” spielt Lars Eidinger einen krebskranken Schauspieler, der ahnt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Seine Zwillingsschwester Lisa, gespielt von Nina Hoss, leidet mit ihm. Der Film zeigt die geschwisterliche Verbundenheit und den Umgang einer Familie mit dem Tod.

“Ich glaube, die wenigsten Leute, die jetzt mit dem Tod konfrontiert sind, sich verändern, klar, dass es was mit einem macht. Und ich glaube mittlerweile daran, dass die Vorstellung mir eigentlich auch so ein Erlebnis beschert. Und wenn ich mich da rein vertiefe, kann ich vielleicht danach einen anderen Blick auf mein Leben, oder so war es zumindest. Nein, einfach war es auf jeden Fall nicht.”

“Ich würde sagen, es war sehr intensiv. Das ist das Wort für mich, so das Schlagwort für die ganze Arbeit und auch schon das davor. Weil man sich diesen Fragen von Verlust, von Kraft, die man durch diesen Verlust vielleicht bekommen kann, dieses Positive, dieses sich Erleben und den anderen erleben in diesem Überlebenskampf, der ja einfach eine große, große Kraft auch in sich trägt.”

Lisa versucht ihren Bruder so gut es geht zu unterstützen. Diese emotionale und körperliche Belastung muss sie mit ihrem Alltag als verheiratete Mutter vereinbaren. Das fällt ihr oft nicht leicht.

Den Schweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuar und Véronique Reymond kam die Idee für diesen Film, während bei Chuats Mutter Lungenkrebs diagnostiziert wurde. 10 Monate später starb sie. Chuats Erfahrungen mit dem Tod eines Familienmitglieds, ließ sie in die Rolle von Lisa mit einfließen:

Eidinger und Hoss waren früher gemeinsam auf der Schauspielschule. Laut Eidinger haben sie sich mit 19 kennengelernt. Der Schauspieler ist mittlerweile 44.

“Diese Parallelen, dass man sagt, man dreht in der Schaubühne und das ist auch das Theater, an dem wir spielen und man besetzt Thomas Ostermeier, der der künstlerische Leiter ist. Diese Parallele gibt’s ja auch in der Beziehung zwischen mir und Nina. Nina und ich haben zusammen studiert auf der Schauspielschule, und wir waren nicht nur auf der gleichen Schule, wir waren auch im gleichen Jahrgang. Ich habe das Gefühl, dass das auch hilft, dass man so eine Geschichte teilt.”

Und noch eine Besonderheit: Thomas Ostermeier spielt den Regisseur David, unter dem Eidinger- im Film, wie in Wirklichkeit – den Hamlet spielt.

“Trotzdem ist es natürlich so, dass ich mich auf der Bühne sehr lebendig fühle und oft das Gefühl habe, dass, wenn ich eine Rolle spiele – so paradox es erst einmal klingt – dass sich eigentlich im Spiel oder im Ausdruck, in der Expression, viel näher bei mir bin. Und dass ich eigentlich als Hamlet dann doch mehr ich bin als etwas Fremdes. Und ich glaube, das ist auch Teil des Films.”

Von: reuters

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