Politik

Bolivien: Proteste gegen Präsident Morales [1:03]

Mittwoch, 23. Oktober 2019 | 08:51 Uhr

Unruhen in Bolivien. Tausende Menschen haben sich in der Hauptstadt La Paz versammelt, um gegen die von der Wahlbehörde TSE veröffentlichten Ergebnisse der Präsidentenwahl zu demonstrieren. Sie werfen dem linken Präsidenten Evo Morales vor, die Wahlen vom Sonntag manipuliert zu haben. Vor dem Hotel, in dem die Wahlbehörde arbeitet, kam es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Morales hat nach Angaben von TSE seinen Vorsprung so weit ausgebaut, dass er nicht in die Stichwahl gegen seinen konservativen Rivalen Carlos Mesa müsste. Der wirtschaftsfreundliche Mesa erkennt dies jedoch nicht an. Beobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) äußerten Zweifel an der Auszählung.

Der linke Morales regiert das verarmte Land seit 2006. Lange Zeit stand er für politische und wirtschaftliche Stabilität. Doch Korruptionsvorwürfe und undemokratisches Vorgehen schmälern die Unterstützung für den 59-Jährigen. Außerdem verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum.

Von: reuters

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