Politik

Carsten Sieling will Bremer Bürgermeister bleiben [2:00]

Mittwoch, 15. Mai 2019 | 19:03 Uhr

Carsten Sieling von der SPD ist Bürgermeister in Bremen und will das auch bleiben. Seit 73 Jahren regierte die SPD unangefochten das kleine Bundesland, seit mehreren Jahren in einer rot-grünen Koalition. Im Wahlkampf sucht Sieling das Gespräch mit der Bevölkerung.

“Sehr sympathischer Mensch, ja wirklich. Wir sehen ihn ja auch im Fernsehen, nich?”

Trotz guter Sympathie-Werte und seines Bonus als Amtsinhaber, könnte es bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai für Carsten Sieling und seine SPD knapp werden.

In aktuellen Umfragen liegen die Sozialdemokraten bei 25 Prozent, einen Punkt hinter der CDU. Bei der Wahl 2015 erreichte die SPD 32,8 Prozent. Damals war das ein historisch schlechtes Ergebnis.

“Wir haben natürlich eine Situation, dass es der SPD auf Bundesebene nicht gut geht. Ich will aber hier zeigen, dass wir weiter Wahlen gewinnen können, auch nach dem schweren Jahr 2018.”

Es sei ihm gelungen, in den letzten Jahren die finanzielle Situation in Bremen in Ordnung zu bringen, sagt Sieling. Diesen Kurs wolle er fortsetzen und in Bildung und neue Wohnungen investieren.

Ob es nach der Wahl für eine Neuauflage von Rot-Grün in Bremen reichen wird, ist ungewiss.

Es gibt nur ein Zwei-Parteien-Bündnis, das laut der aktuellen Umfragen eine sichere Mehrheit hätte: eine große Koalition von CDU und SPD.

“Wir als SPD wollen die Stärksten werden, weil ich möchte, dass Bremen weiter sozial regiert wird und daran werde ich die Gespräche messen. Außer mit der AfD und mit rechten Splittergruppen werde ich mit allen sprechen und dann werden wir sehen, was am besten passt zur SPD, denn so muss das sein.”

Um dieses Ziel zu erreichen, wird Sieling bis zur Wahl noch zu zahlreichen Wahlkampfterminen unterwegs sein.

Für ihn – so wird er immer wieder zitiert – gebe es keinen besseren Job, als Bürgermeister von Bremen.

Von: reuters

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