Politik

CDU lädt Rezo zur Diskussion ein [2:20]

Donnerstag, 23. Mai 2019 | 16:38 Uhr

Die CDU hat am Donnerstag auf ihrer Webseite einen offenen Brief an Rezo veröffentlicht. Auf elf Seiten verteidigt sich die Partei gegen die Vorwürfe des YouTubers. Auf das Dokument verweist auch die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei einem Wahlkampftermin in Berlin, als Journalisten sie auf das Video ansprechen.

“Wir haben uns sehr lange überlegt, wie wir uns aufstellen, wie wir unsere Argumentationen führen. Das haben wir jetzt auch auf unseren Seiten veröffentlicht. Das kann man da alles nachlesen. Wir führen politische Diskussionen das ganze Jahr über mit Millionen von Menschen. Wir werden bei dieser Art auch bleiben. Und deswegen haben wir eine andere Antwort darauf.”

Rezo hatte in einem fast einstündigen YouTube-Video die Arbeit der CDU unter anderem in Sachen Einkommensverteilung, Bildung und Klimawandel kritisiert. Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak lud den YouTuber daraufhin zu einem öffentlichen Meinungsaustausch ein.

“Ich habe Rezo eingeladen mit mir zu diskutieren. Wir haben als CDU überlegt: Wie reagieren wir auf dieses Video und wir sind überzeugt davon, dass nicht eine Video Schlacht, sondern das persönliche Gespräch der Austausch das ist, was am ehesten dazu führt, dass junge Menschen sich auch ein Bild von unterschiedlichen Positionen machen können, von unterschiedlichen Auffassungen über die Herausforderungen die unser Land hat.”

Zunächst wollte die CDU auf das Kritik-Video mit einem eigenen Video antworten.

“Wir haben tatsächlich ein Video produziert mit Philipp Amthor als Reaktion darauf, aber wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das Gespräch miteinander besser ist, als eine Video Schlacht. Denn dann schickt man sich Videos hin und her.”

Rezo übt in seinem Video auch an der Arbeit der SPD Kritik. Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil:

“Ich finde ja gut, wenn die junge Generation sich jetzt auch verstärkt in die Politik einmischt. Man muss nicht jedes Argument teilen, da sind auch Dinge dabei, die ich anders sehe, aber ich finde es erstmal gut, dass es solche politischen Äußerungen aus einer jungen Generation, aus der YouTuber-Generation jetzt noch gibt und ich finde, dass wir diese Debatte einfach aufnehmen sollten.”

Als Reaktion auf das Video soll Rezo bereits Morddrohungen erhalten haben. Es wurde inzwischen Millionenfach angeklickt.

Von: reuters

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