Politik

CDU will in Brandenburg an die Macht [2:26]

Dienstag, 20. August 2019 | 12:22 Uhr

Auf seiner Wahlkampftour durch Brandenburg zeigt sich der CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben sportlich und volksnah.

“Bock auf Brandenburg” – mit diesem Slogan tourt der Mitt-Vierziger durch das Land.

Senftleben, der gelernter Maurer und Brückenbauer ist, beschreibt sich selbst als Pragmatiker, der auch mal Unbequemes – auch der eigenen Partei gegenüber – anspricht.

Auch eine Koalition mit der Linkspartei schließt der CDU-Politiker dabei nicht aus. Nach 29 Jahren soll es endlich einen CDU-Ministerpräsidenten in Brandenburg geben.

Es sei höchste Zeit, sagt Senftleben.

“Aber was momentan fehlt ist einfach, dass der Schwung in diesem Land nicht da ist, dass die Politik unter Regierungschef Woidke auch keine Hoffnung macht, auch keinen Mut macht auf das, was geschafft werden kann, und dass wir Stillstand haben, und dass die wichtigsten Aufgaben nicht angepackt werden. Deswegen habe ich gesagt, ich möchte, dass der Staat wieder seinen Aufgaben nachkommt, dass wir Polizei haben, dass wir Ärzte haben, dass die Justiz arbeiten kann.”

Die meisten Umfragen vor der Landtagswahl am 1. September sehen die AfD in Brandenburg vorne. Die CDU kämpft mit SPD und Grünen um den zweiten Platz in der Wählergunst.

Doch davon will sich Senftleben nicht beeindrucken lassen. Die CDU habe noch alle Chancen, er werde bis zum Wahltermin Gas geben.

Im Falle seiner Wahl zum Ministerpräsidenten will Senftleben mit allen Parteien reden, die in den Landtag einziehen – also auch mit der AfD.

Ein gemeinsames Bündnis mit der AfD und deren Spitzenkandidat Andreas Kalbitz schließt er aber aus:

“Herr Kalbitz gehört zum radikalen Flügel der AfD, und das ist mit christdemokratischen Positionen nicht vereinbar. Und gerade ein Christdemokrat sollte wissen, dass er auch aus dem Verständnis heraus des christlichen Glaubens handeln sollte. Und da kann man sich mit AfD-Positionen derzeit nicht gemein machen.”

Er wolle, dass Brandenburg genauso stolz und selbstbewusst auftreten könne, wie Bayern oder das Saarland, sagt Senftleben. Es gebe aber immer noch Unterschiede zwischen Ost und West und Benachteiligungen. An deren Beseitigung wolle er arbeiten.

Das die Lage nach der Wahl nicht unbedingt einfach für die CDU sein wird, ist absehbar. Es könnten Gespräche mit Grünen, SPD aber auch den Linken anstehen.

Über einen möglichen Koalitionsvertrag will Senftleben die Parteimitglieder abstimmen lassen.

Von: reuters

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