Politik

Deutsche Abgeordnete in Sorge um Julian Assange [1:31]

Montag, 15. April 2019 | 12:55 Uhr

(HINWEIS: DIESER BEITRAG IST OHNE SPRECHERTEXT.)

SEVIM DAGDELEN (DIE LINKE), VIZEVORSITZENDE DER LINKSFRAKTION IM BUNDESTAG UND MITGLIED IM AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSS AM MONTAG IN LONDON:

“Unser Hauptanliegen ist es zu protestieren gegen die Verhaftung von Julian Assange. Weil wir der Auffassung sind, nicht diejenigen, die Kriegsverbrechen veröffentlicht haben, gehören hinter Gitter, sondern jene, die sie begangen haben, oder sie verantworten. Als Zweites protestieren wir hier gegen die Verhaftung von Julian Assange und die mögliche Auslieferung an die USA. In den USA erwarten ihn eine mehrjährige, wenn nicht lebenslange, Haftstrafe, vielleicht sogar die Todesstrafe. Und deshalb protestieren wir hier als Mitglieder eines europäischen Mitgliedstaates, was die Genfer Flüchtlingskonvention und alle internationalen Konventionen unterzeichnet hat und sie anerkennt auch für die Menschenrechte eines Journalisten wie Julian Assange. Ziel ist es, die Auslieferung an die USA zu verhindern. Das Zweite ist natürlich, dass er wieder zur Freiheit kommen kann und nicht verfolgt wird aufgrund seiner journalistischen Tätigkeiten.

Der Besuch war in der ecuadorianischen Botschaft angesetzt. Der Zwischenfall mit der Festnahme hat uns dazu genötigt, einen Antrag auf Besuchserlaubnis im Gefängnis zu stellen. (Über) diesen Antrag wurde bisher noch nicht entschieden. Von offiziellen Stellen. Und wir hoffen, dass wir als Abgeordnete des Deutschen Bundestages oder des Europäischen Parlamentes Julian Assange besuchen können, um ihm auch nach seinen Bedingungen, Lebensbedingungen im Gefängnis fragen zu können, wie diese Bedingungen sind.”

Von: reuters

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