Politik

Deutschland fällt in Pisa-Studie zurück [1:37]

Dienstag, 03. Dezember 2019 | 13:17 Uhr

Deutschland fällt beim internationalen Schüler-Vergleichstest Pisa zurück. Ob Lesen, Mathematik oder Naturwissenschaften: Die Leistungen der 15-Jährigen sanken in allen drei untersuchten Fächern, lagen allerdings weiter über dem Durchschnitt der geprüften Länder. Weltweit nahmen im vergangenen Jahr rund 600.000 15-Jährige aus etwa 80 Ländern am Test der OEDC teil.

Mit dem Ergebnis könne man nicht zufrieden sein, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek am Dienstag. Ein Land ohne Rohstoffe dürfe sich nicht im Mittelfeld bewegen.

O-TON BILDUNGSMINISTERIN ANJA KARLICZEK (CDU)

“Wir wollen, und ich glaube das muss unser Anspruch sein, ein wirklich exzellentes Bildungsniveau haben. Wir wollen in die Spitze der Pisa, der Pisa-Studie aufsteigen. Wir scheuen den Vergleich nicht mit den ganz Leistungsstarken. Da wollen wir hin.”

Beim ersten Pisa-Test im Jahr 2000 schnitt Deutschland schlecht ab, was eine Debatte über Bildungsreformen ausgelöst und zunächst zu Verbesserungen geführt hat. Hier gebe es aber einen Stillstand, kritisierte OECD-Vizegeneralsekretär Ludger Schuknecht.

O-TON STELLVERTRETENDER GENERALSEKRETÄR DER OECD, LUDGER SCHUKNECHT

“Deutschland muss seine Begeisterung für Bildung und Kompetenzen erneuern. Und seinen Reformgeist wieder auf den Weg bringen.”

Die Rangfolge bei der Pisa-Studie leitet sich diesmal vom Abschneiden beim Lese-Test ab. Hier liegen die chinesischen Provinzen Peking, Shanghai, Jiangsu und Zhejiang vorn, vor Singapur, Macau und Hongkong. Das beste europäische Land folgt mit Estland auf Platz fünf. Deutschland rangiert auf Platz 20.

Von: reuters

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