Politik

EEA fordert mehr Anstrengungen gegen Klimawandel [1:41]

Mittwoch, 04. Dezember 2019 | 18:03 Uhr

Der Juni 2019 war sowohl in Deutschland als auch in weiten Teilen der Welt der wärmste seit Beobachtungsbeginn, mit drastischen Folgen für Natur – und Menschen. Fast eine halbe Million Opfer könnten Wetterextreme einer Erhebung zufolge allein in den vergangenen 20 Jahren gefordert haben. Vera Künzel von der Umweltorganisation Germanwatch.

“Insgesamt starben zwischen 1999 und 2018 mehr als 495.000 Menschen als direkte Folge von mehr als 12.000 extremen Wetterereignissen. Die Schäden belaufen sich dabei auf mehr als 3,5 Billionen US-Dollar.

Für die Europäische Umweltagentur EEA waren Wetterextreme wie die von 2018 und 2019 nur der Anfang. Der alle fünf Jahre veröffentlichte Bericht “Zustand und Ausblick auf die Umwelt in Europa” fordert deutlich verstärkte Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Der EEA-Exekutivdirektor Hans Bruyninckx.

“Es ist ziemlich dringend. Wir müssen im kommenden Jahrzehnt handeln, es ist ein kritisches Jahrzehnt. Wir sehen bereits irreversible Schäden, der Klimawandel schreitet voran, die Artenvielfalt geht verloren, Arten verschwinden, unsere Ozeane verändern sich grundlegend. Es ist ernst.”

Der 500 Seiten starke Bericht ist pünktlich zu Beginn der Amtszeit der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erschienen. Sie hat sich verpflichtet, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen.

Von: reuters

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