Politik

„Extinction Rebellion”: Ziviler Ungehorsam gegen den Klimawandel [1:53]

Montag, 15. April 2019 | 18:09 Uhr

Sie wollen Brücken blockieren und den Verkehr lahmlegen. Extinction Rebellion, kurz XR, ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Die weltweit aktive Bewegung hat am Montag an mehreren Orten der Welt zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Friedlich und ohne Gewalt – für mehr Klimaschutz. Auch in Berlin.

“Es ist Zeit, zu handeln und wir handeln. Wir können nicht anders. Wir Handeln friedfertig und mit unbändiger Liebe in unserem Herzen. Wir handeln zivil und wir haben ungehorsam. Wir handeln gewaltfrei, respektvoll und aus Liebe zu unseren Mitmenschen. Wir handeln aus Liebe zu allen Lebewesen, die sich selbst nicht schützen können. Wir handeln aus Liebe zu unserer einzigen Heimat. Aus Liebe zum Planeten Erde. Wir handeln im Namen des Lebens”, sagt Klimschützerin Annemarie Botzki vor dem Reichstagsgebäude.

Man habe lange genug demonstriert, jetzt sei es Zeit zu rebellieren, motiviert eine weitere Rednerin die mehreren Dutzend Demonstranten. Im Anschluss blockierten einige Teilnehmer die Kreuzberger Oberbaumbrücke, um den Verkehr auf der Spreeüberquerung lahmzulegen.

Wie deutlich die Bewegung mit ihren Aktionen werden kann, zeigte sich am Montag fast zeitgleich in London. Zunächst blockierten die Protestierenden vielbefahrene Straßen, schrieben ihr Logo sowie etliche Parolen an mehrere Gebäude – wie hier die Zentrale des Mineralöl- und Erdgaskonzerns Shell in der Nähe der Waterloo-Bridge. Ein Demonstrant:

“Ich bin verängstigt. Verängstigt, dass der Klimawandel uns alle zerstören wird. Nicht nur uns Menschen sondern alles auf dieser Welt.”

Die Klimaschützer wollen mit ihren Aktionen vor allem Regierungen zum Handeln gegen den Klimawandel aufrufen. Die Bewegung will unter anderem bei der Ausarbeitung für das Erreichen der Klimaziele mitarbeiten.

Von: reuters

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