Vermischtes

Fachleute besorgt über Kinder-Boxen [1:43]

Dienstag, 13. Februar 2018 | 12:54 Uhr

Muai Thai ist ein Nationalsport in Thailand. Schon Elfjährige stehen sich – wie hier im Nordosten des Landes – im Boxring gegenüber und kämpfen um Ruhm und Preisgelder. Umgerechnet etwa 38 Euro kriegen diese Jungs pro Kampf, bei einem Sieg noch einmal um die 77 Euro als Siegprämie dazu. Für viele Familien in Thailand ein willkommenes Extra. Die jungen Boxer hoffen auf eine Profikarriere – und damit auf eine Chance ihre Familien aus der Armut zu holen. Und das hat in den letzten Jahren immer mehr junge Thaiboxer angezogen.

Fachleute sehen diesen Trend zunehmend kritisch. Die Gesundheit der Kinder stehe auf dem Spiel sagen Ärzte wie die Neurologin Jiraporn Laothamatas. In einer von ihr durchgeführten Studie hat sie Hirnschäden und Gedächtnisschwächen bei jungen Boxern nachgewiesen.

“Es gibt kein “sicheres” Boxen. Man kann es bei den erwachsenen Boxern sehen. Sie kriegen Parkinson, verursacht durch die Hirnschäden beim Boxen. Bei den Kindern drohen die Unterentwicklung des Gehirns und andere Schäden. Das ist wirkt sich wesentlich schwerer aus.” Die Expertin fordert ein Verbot der Vollkontaktkämpfe für Kinder unter elf Jahren.

Davon sind Eltern und Trainer wenig begeistert. Sie sagen, der Sport vermittle den Kindern Disziplin und halte sie von der Straße fern. Außerdem glauben viele, Schläge und Tritte der Kinder hätten noch nicht genug Kraft, um Schäden anzurichten – trotz der Warnungen der Fachleute.

Von: reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz