Vermischtes

Fahrradstreife gegen Benzin-Diebstahl [1:55]

Freitag, 11. Januar 2019 | 12:34 Uhr

Diese Polizisten waren am Freitag in einem Vorort der mexikanischen Hauptstadt Mexiko Stadt mit dem Fahrrad unterwegs. Ihre Mission: den grassierenden Benzin-Diebstahl bekämpfen und für Sicherheit sorgen. Dank der Fahrräder bleiben die Ermittler mobil, auch wenn es mal keinen Treibstoff gibt.

In Mexiko wurde im vergangenen Jahr nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzern Pemex alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen. Der Handel und Schmuggel von gestohlenem Benzin ist weit verbreitet. Es gab zahlreiche Festnahmen. Die Polizei müsse präsent sein, sagt Juan Hugo de la Rosa von der Stadtverwaltung:

“Wir haben 250 Fahrräder bereitgestellt, so dass unsere Polizisten überall Streife fahren und die Sicherheit gewährleisten können. Wir können es uns nicht leisten, nur eine einzige Straße oder ein Gebiet ohne Überwachung der Polizei zu lassen.”

Wegen der Benzin-Diebstähle hat die mexikanische Regierung das Verteilungssystem geändert. Einige Leitungen wurden geschlossen, Tanklaster werden bewacht.

Es gibt deutlich weniger Tankstellen. Dadurch kommt es vielerorts zu Engpässen:

“Die Leute klauen das Benzin auf der Straße, sie holen es aus den Fahrzeugen. Gestern haben die Leute vor einer Tankstelle gekämpft. Es wurde chaotisch. Es gibt einfach keine Manieren.”

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hatte Verbraucher gebeten, angesichts der Benzin-Knappheit nicht in Panikkäufe zu verfallen. Es gebe genug Treibstoff, sagte er.

Von: reuters

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