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Gefahr im Kinderzimmer: Barley besorgt um “Smartes Spielzeug” [1:52]

Donnerstag, 06. Dezember 2018 | 15:10 Uhr

Produkte für Kinder sind laut Verbraucherschützern besonders häufig mangelhaft. Bundesjustiz- und Verbraucherschutz-Ministerin Katarina Barley besuchte am Donnerstag die Stiftung Warentest in Berlin und testete ein paar Produkte.

278 Produkte hat die Organisation in den vergangenen zwei Jahren getestet. 28 Prozent wurden laut Vorstand Hubertus Primus als mangelhaft bewertet. Viele der Produkte seien nicht sicher. Unter anderem auch Kindersitze.

“Normalerweise haben wir bei der Stiftung eine Quote von sieben Prozent mangelhaften Noten. Man sieht also, Kinder-Produkte sind die Konsumgüter, die am schlechtesten abschneiden bei Tests – ausgerechnet – und das darf nicht sein.”

Zwischen 2011 und 2015 waren die Produkte ähnlich schlecht, so Primus. Katarina Barley war vor allem um Spielzeug besorgt, welches mit digitalisierten Inhalten zu tun hat. Smartes Spielzeug habe laut Stiftung Warentest sehr oft ungeschützte Bluetooth-Verbindungen.

“Wir sehen, dass es möglich ist, über Kinderspielzeug Kinder auszuspionieren, zum Teil auch Kinder zu Verhalten zu bewegen. Das ist ein Einfallstor für verschiedene, sehr besorgniserregende Entwicklungen. Das kann von Überwachung von Verbraucherverhalten von Anfang an gehen bis hin zu Möglichkeiten, Straftaten zu begehen.”

Stiftung Warentest rät Kunden, die öffentliche Bewertungsliste im Internet aufzurufen, bevor man etwas einkauft. Zur Weihnachtszeit rät der Vorstand:

“Was würde ich schenken? Ehrlich gesagt, wir haben immer viel gelesen in der Familie – Bücher sind harmlos und auch Spiele, wo man sich vorher darüber informiert, ob da vielleicht Schadstoffe in den Spielfiguren sind”

Die EU muss ihre Richtlinien nachbessern, so Primus. So gelten Verbraucherschutzgesetze teils für reines Spielzeug, aber nicht für Füller-Tinte, Fahrradsitze und Ähnliches.

Von: reuters

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