Politik

Greenpeace bringt Nestle sein Plastik zurück [2:18]

Montag, 15. April 2019 | 15:53 Uhr

Nestle – #Plastikmonster. So bezeichnet Greenpeace den Riesenkonzern, von dem mit die meisten Plastikanteile stammen sollen, die in den Flüssen und Meeren der Welt enden, sagt Diplom-Chemiker und Aktivist Manfred Santen. Zwei Wochen fuhr er den Rhein entlang: vom niederländischen Rotterdam bis ins schweizerische Basel. Um dem Hersteller etwas deutlich zu machen.

“Das nennt sich Ship-It-Back-Tour. Wir bringen quasi das Plastik, was wir auf den Philippinen gesammelt haben, zurück zu den Verursachern. Und die Verursacher sind eben teilweise oder haben ihre Hauptsätze in Europa: Nestlé in der Schweiz und Unilever in Rotterdam. Bei Brand-Audits, also bei Strandsäuberungsaktionen auf den Philippinen festgestellt, dass diese beiden Firmen führend sind als Verschmutzer sozusagen. Wir finden ganz viele kleine Wegwerfplastikverpackungen von Nestlé-Marken wie Maggi oder Bärenmarke oder eben Nescafé, die dort an den Stränden liegen.”

Für die Unmengen an Wegwerfverpackungen müssen dringend alternative Verteilungssysteme her, sagt Santen. Wie zum Beispiel sogenannte Unverpackt-Läden, die es in Deutschland schon vereinzelnd gibt. Denn die Proben, die Greenpeace aus dem Rhein entnommen hat, sprechen für sich.

“Wir haben einmal am Tag eine Probe genommen. In jeder Probe finden wir Mikroplastik. Immer ein paar Hundert bis ein paar Tausend Partikel. In Köln haben wir zum Beispiel relativ viel gefunden, südlich von Köln deutlich weniger. Das liegt natürlich auch daran, ob sie Industrie in der Gegend haben oder andere Eintragswege. Wo das hingeht, die Frage lässt sich schwer beantworten. Alles Plastik, was ins Wasser gelangt, in die Flüsse oder in die Meere wird irgendwann zum Mikroplastik.”

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden rund 47 Prozent aller Verpackungen von Privatpersonen entsorgt. Erst kürzlich hatte das EU-Parlament Richtlinien zum Verbot bestimmter Einwegplastik-Produkte beschlossen, wie zum Beispiel Strohhalme, Wattestäbchen oder Plastikgeschirr.

Inwieweit die Richtlinien dann in Bezug auf kleine Wegwerfverpackungen aufs deutsche Recht umgesetzt werden, wird sich zeigen.

Von: reuters

Kommentare

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2 Kommentare auf "Greenpeace bringt Nestle sein Plastik zurück"


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Huisl
Huisl
Grünschnabel
3 Tage 14 h

Jawoll geile Aktion😂😂

franzl.
franzl.
Tratscher
3 Tage 11 h

bin kuan fan von nestle, ober di sell werfen ihre verpockung sicher nit selber ummer. sein tians olm no di konsumenten dei des tian. 

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