Vermischtes

Grenzen überwinden – Trotz Behinderung auf den Olymp [2:14]

Samstag, 17. Oktober 2020 | 15:51 Uhr

In der griechischen Mythologie gilt dieser Berg als der Sitze der Götter und er ist mit 2918 Metern der höchste Gipfel Griechenlands: der Olymp.

Die 22-jährige Biologiestudentin Eleftheria Tosiou, die seit ihrer Geburt mit einer Behinderung lebt, wollte jedoch unbedingt diesen Berg bezwingen. Und nachdem sie es mit der Hilfe von Freunden Anfang Oktober geschafft hat, zeigte sie sich überglücklich:

“Auf jeden Fall habe ich sehr intensive Emotionen verspürt und viel Freude und Zufriedenheit. Ich glaube, dass meine Gefühle am stärksten waren, als wir wieder unten ankamen und erkannten, was wir geschafft haben.”

Zu ihren Helfern gehört vor allem der 28-jährige Marios Giannakou. Er ist Langstreckenläufer und hat Erfahrungen als Teilnehmer von Ultramarathon-Events.

Der Aufstieg mit dem angepassten Tragegestell, in dem Tosiou saß, dauerte rund drei Stunden und war nicht immer einfach:

“Irgendwann auf halber Strecke bekam ich es mit der Angst zu tun. Denn ich fing an, etwas müde zu werden. An diesem Punkt kam mir zum ersten Mal der Gedanke, ob es nicht vielleicht besser wäre, umzukehren.”

Doch dazu kam es nicht. Die Expedition schaffte es sowohl hoch auf den Gipfel, als auch wieder erfolgreich zurück. Tosiou zu ihren Motiven, warum ihr diese Erfahrung so wichtig war:

“Mein Ziel war es nicht, eine Botschaft zu senden oder etwas zu beweisen. Ich wollte einfach nur dieses Abenteuer erleben und Spaß haben. Wenn es uns jedoch gelungen ist, eine Botschaft zu senden und damit Menschen mit Behinderungen zu ermuntern, ähnliches zu probieren, dann macht mich das sehr glücklich und das Erlebte noch schöner.”

Nachdem sie nun den Olymp erklommen hat und auch bereits mal mit einem Gleitschirm geflogen ist, darf man gespannt sein, welches wohl ihr nächstes Abenteuer sein wird.

Von: reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz