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Greta Thunberg kurz vor Atlantik-Überquerung [2:35]

Mittwoch, 14. August 2019 | 10:03 Uhr

Einen Vorgeschmack auf ihre Reise über den Atlantik gab es für Greta Thunberg Anfang der Woche an Bord der Malizia II, mit der sie vom südenglischen Plymouth in die USA segeln will.

“Ich fühle mich etwas seekrank, es wird ungemütlich, aber damit kann ich leben.” “Und wenn es wirklich hart ist, dann muss ich nur daran denken, dass es nur für zwei Wochen ist, und ich dann zur Normalität zurückkehren kann.”

Um Flugreisen zu vermeiden, will die schwedische Klimaaktivistin zu dem Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York mit der Rennyacht reisen. Das Boot ist mit Solarmodulen und Unterwasserturbinen ausgestattet, die Strom erzeugen, ohne CO2-Ausstoß. Besonders komfortabel ist es an Bord der High-Tech-Yacht allerdings nicht. Als Toilette dient ein Eimer.

“Das ist OK. Wir haben auch eine kleine Heizung. Zu essen gibt es Gefriergetrocknetes, das wir mit kochendem Wasser zubereiten. Das ist ziemlich gut.”

Nicht so gut soll das Wetter während der Überfahrt werden. Allein in den ersten 10 Tagen sollen gleich fünf Tiefdruckgebiete ihren Weg kreuzen, sagt der deutsche Skipper Boris Herrmann. Er macht sich auf Stürme und Regenschauer gefasst. Eine Herausforderung für alle Beteiligten:

“So etwas hat es noch nie gegeben, dass jemand über den Atlantik gesegelt ist, der gar keine, dass jemand auf einem Rennboot wurde über den Atlantik gesegelt ist, der überhaupt keine Segelerfahrung hat. Das ist etwas absolut Neues und die Möglichkeiten das vorzubereiten sind auch begrenzt. Insofern starten wir hier morgen einfach in ein Abenteuer, aber auch ins Ungewisse und in gewisser Weise freuen wir uns drauf, weil es geht einfach darum, auch auszuprobieren, ob es möglich ist.”

Die Überfahrt soll etwa 14 Tage dauern. Genug Zeit für Thunberg, sich auf die Rede vor den Vereinten Nationen vorzubereiten.

“Teenager und Kinder können jetzt sagen, was sie brauchen. Es ist nicht unsere Aufgabe, eine Lösung anzubieten, aber wir können sagen, was wir verlangen.”

Angst um ihre Sicherheit bei der Reise habe die 16-Jährige nicht, sagte sie. Sie vertraue auf die Erfahrung der Crew.

Von: reuters

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1 Kommentar auf "Greta Thunberg kurz vor Atlantik-Überquerung"


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PetraF
PetraF
Neuling
6 Tage 23 Min
Greta ist überzeugt: „Es ist nicht unsere Aufgabe eine Lösung anzubieten, aber wir können sagen, was wir verlangen“. Während es doch gerade auch die Jugend, mit ihren nie Enden wollenden Wünschen ist, die letztlich nicht unwesentlich selber aktiv zur Umweltverschmutzung beiträgt.  Z. B., jeden Tag ein neues Teil auf dem Körper, das meiste davon mit hohem Plastikanteil im Gewebe. Kurz getragen, dann weggeworfen, ergibt Tonnen an Plastikmüll, der dann entsorgt werden muss. Ebenso das ständige Waschen der Kleidung, Plastikteilchen gelangen ins Grundwasser. Handys, Hightech, Beautyartikel usw., heute hoch aktuell, morgen auf dem Müll. Auf Worte müssen Taten folgen. Z.B. jetzt… Weiterlesen »
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