Vermischtes

Hunderte blockieren Zufahrtswege im Dannenröder Forst [1:38]

Sonntag, 22. November 2020 | 16:04 Uhr

Hunderte Menschen haben im Dannenröder Forst auch am Sonntag wieder gegen Rodungsarbeiten protestiert. Aus Rücksicht auf den Totensonntag sollten diese laut Polizei tagsüber eigentlich pausieren, lediglich “Aufräumarbeiten” im Forst würden durch Beamte geschützt. Gemeint sind damit wohl auch Baumhäuser: Teile des Waldes sind seit Wochen besetzt. Die Umweltschützer, diesmal unterstützt auch von der Initiative “Ende Gelände”, protestieren gegen den Weiterbau der Autobahn A49, die künftig Gießen und Kassel miteinander verbinden soll. Ihnen geht es bei ihrem Protest nicht nur um Dutzende Hektar Baumbestand. Der Dannenröder Forst ist ein Symbol, erklärt Lola Löwenzahn von Wald statt Asphalt.

“Es geht um die Verkehrswende, um Klimagerechtigkeit, um ein besseres Leben für alle und das machen wir heute alle gemeinsam nochmal deutlich. Und es ist auch nochmal eine Kampfansage an die Schwarz-Grüne Landesregierung. Wir haben solange appelliert, wir haben so lange gefordert. Es kann nicht sein, dass hier Menschenleben riskiert werden, dass unsere Zukunft hier riskiert wird. Wir nehmen das nicht mehr hin.”

Am Samstag war eine Frau bei einem Sturz schwer verletzt worden. Die Rodungsarbeiten in dem Bereich seien eingestellt worden, teilte die Polizei mit. Der Hergang werden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft untersucht.

Zuvor hatte Greenpeace in den frühen Morgenstunden eine acht Meter hohe Eiche mitten in den Fahrbahnbereich der geplanten Autobahn gepflanzt. Die geplante Trasse würde den Wald weit über die gerodete Fläche hinaus schwächen und zur Erhitzung und Austrocknung der Landschaft beitragen, so Greenpeace. Wälder könnten helfen, die Erderhitzung zu bremsen. Autobahnen würde diese beschleunigen.

Von: reuters

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