Politik

Impeachment-Untersuchung: Weitere Zeugen belasten Trump [2:08]

Dienstag, 19. November 2019 | 19:39 Uhr

Jennifer Williams, Sicherheitsberaterin bei US- Vizepräsident Mike Pence und Army-Offizier Alexander Vindman standen am Dienstag im Zeugenstand.

Vor dem Kongress in Washington sollten sie im Rahmen der Untersuchungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump aussagen.

Beide hatten das umstrittene Telefongespräch zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wlodomyr Selenskij am 25. Juli mitgehört.

Vindman beschrieb das Telefonat und Trumps Drängen, die Ukraine möge gegen Trumps möglichen Herausforderer Joe Biden sowie gegen dessen Sohn Hunter ermitteln. Außerdem solle Selenskij einer mögliche Beeinflussung der Präsidentschaftswahl 2016 durch die Ukraine nachgehen.

Vindman sagte, er habe das Verhalten Trumps so “unangemessen” gefunden, dass er ohne zu zögern den Anwalt des Sicherheitsrates darüber informiert habe.

“Ich war besorgt über den Anruf. Was ich gehört habe war unangemessen, und ich habe meine Bedenken gegenüber Mr. Eisenberg angesprochen. Es ist unangemessen für einen Präsident der Vereinigten Staaten, eine ausländische Regierung darum zu bitten, gegen einen US-Bürger und politischen Gegner zu ermitteln.”

Williams sagte, sie habe das fragliche Telefonat ungewöhnlich gefunden, weil es darin um inneramerikanische Themen gegangen sei.

Später habe sie mitbekommen, dass Militärhilfen für die Ukraine vom Weißen Haus entgegen den Empfehlungen von Außen- und Verteidigungsministerium zunächst zurückgehalten, später dann aber aus ihr nicht nachvollziehbaren Gründen doch freigegeben wurden.

Die Demokraten wollen klären, ob Trump versucht hat, Selenskij zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden zu drängen und damit sein Amt für seinen eigen politischen Nutzen missbrauchte. Falls dem so ist, könnte das Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Trump weist jegliches Fehlverhalten zurück.

Am Dienstag bezeichnete er die im Fernsehen übertragene Anhörung als Schande. Es sei aber die Aufgabe der Amerikaner, sich selbst ein Bild davon zu machen.

Von: reuters

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