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Indigene in Brasilien fürchten Coronavirus [1:14]

Donnerstag, 26. März 2020 | 11:18 Uhr

Die Corona-Pandemie ist für die Ureinwohner Brasiliens eine besondere Gefahr. Seit der Ankunft der Europäer in Südamerika haben immer wieder Epidemien unter den Bevölkerungsgruppen gewütet. Pocken, Masern oder Malaria führten zu Tausenden Toten.

Vertreter der etwa 850.000 Indigenen haben die Behörden aufgefordert, Eindringlinge aus den Schutzgebieten zu entfernen. Die Sorge: Illegale Holzfäller, Goldgräber oder Siedler könnten massiv zur Ausbreitung des Coronavirus in den Schutzgebieten beitragen.

“Wir fordern Hilfe, weil unsere Leute alleingelassen werden. Die Ureinwohner Brasiliens werden alleingelassen, sie werden abgeschlachtet. Wir fürchten und nicht so sehr vor dem Coronavirus, wir fürchten uns vor dem Desinteresse der Indianerbehörden, die sich um unsere Gesundheit und unsere Rechte kümmern müssten.”

2016 hatte die Schweinegrippe-Epidemie Hunderte Opfer unter den brasilianischen Ureinwohnern gefordert. Deren Immunsystem ist oft schon durch Mangelernährung, Hepatitis, Tuberkulose oder Diabetes geschwächt.

Von: reuters

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