Politik

Irak bestätigt Bagdadis Tod [1:16]

Sonntag, 27. Oktober 2019 | 11:55 Uhr

Der Anführer der radikal-islamischen IS-Miliz Abu Bakr al-Bagdadi ist womöglich bei einem Einsatz des US-Militärs in Syrien getötet worden. Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen ist er in der nordsyrischen Provinz Idlib ums Leben gekommen. Einem Team des irakischen Geheimdienstes, das nach Bagdadi suchte, sei bestätigt worden, dass er zusammen mit seinen Leibwächtern getötet wurde. Das irakische Staatsfernsehen zeigte Bilder, die den Ort des US-Luftabngriffs zeigen sollen. Bagdadis Versteck sei entdeckt worden, als er versucht habe, seine Familie aus Idlib heraus zur Grenze zur Türkei zu bringen.

Bagdadi führte den IS seit 2010. Damals war die Miliz noch ein Ableger der Extremistenorganisation Al-Kaida im Irak. Sie spaltete sich aber ab. Der IS kontrollierte bis 2017 große Teile Syriens und des Iraks, gilt aber inzwischen als militärisch besiegt. Auf dem Höhepunkt seiner Macht beherrschte der IS ein Gebiet, das von Nordsyrien über die Landesgrenze hinweg bis kurz vor die irakische Hauptstadt Bagdad reichte. Millionen Menschen hatten unter den Extremisten zu leiden. Bagdadi hatte in dem Gebiet ein Kalifat ausgerufen und sich zum Herrscher erklärt.

Von: reuters

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