Kultur

Kino trotz Ausgangssperre [1:12]

Samstag, 25. April 2020 | 14:37 Uhr

Wenn die Menschen in der Rue de la Clef in Paris einen Kinofilm sehen wollen, müssen sie nur die Fenster auf machen. Dort strahlt ein Kollektiv von Filmfreunden derzeit Filme an eine Hauswand, als kleiner Lichtblick in der Krise. Die Idee dazu hatte Derek Woolfenden.

“Da wir verrückt sind nach Kino und wir zurzeit kein Publikum in die Vorführräume lassen können, haben wir uns gesagt: Wir nehmen die Mauern der Kinos weg und projizieren die Filme einfach an die Wänden draußen statt drinnen.”

Das Organisationsteam bemüht sich, die Nachbarn einzubeziehen. Daher werden die Filme in Absprache mit den Anwohnern ausgewählt. Die Begeisterung beim Publikum ist groß:

“In dieser schwierigen Zeit der Ausgangssperre, die uns eher ängstlich und traurig macht, ist es wunderbar. Ich finde es großartig. Es bringt uns zurück zu früher, zu den Vorführungen, als wir alle zusammen Filme geschaut haben.”

Und so schafft das Filmkollektiv wieder das, was Kino eigentlich sein sollte. Einen kleinen Moment der Gemeinsamkeit, in dem man die Pandemie vergessen kann.

Von: reuters

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