Vermischtes

Klimaschützer zünden Globus vor EZB an [1:21]

Mittwoch, 21. Oktober 2020 | 15:09 Uhr

In Frankfurt am Main haben am frühen Mittwoch Klimaaktivisten einen Globus vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank angezündet, um für ein Ende der sogenannten “Fossilindustrie” zu demonstrieren. Aktivisten fordern von der EZB, dass sie aufhöre, Anleihen von klimaschädlichen Firmen zu kaufen.

Rika von Gierke:

“Auch im Rahmen der Corona-Hilfsprogramme sind wieder Milliarden in die dreckige, fossile Industrie wie Kohle, Öl und Gas geflossen. Und die Corona-Krise zeigt: radikale Veränderungen sind möglich, es ist richtig und wichtig, auf die Wissenschaft zu hören, und das muss auch für die Klimakrise gelten. Es kann nicht sein, dass wir im Versuch die Corona-Krise zu lösen, die Klimakrise weiter befeuern.”

Ohne Anleihen klimaschädlicher Firmen würde die Europäische Zentralbank (EZB) einer Studie zufolge immer noch reichlich Unternehmenstitel für ihre Wertpapierkäufe finden. Der Pool von Firmenanleihen, aus denen die Währungshüter schöpfen könnten, habe dann immer noch einen Umfang von rund einer Billion Euro. Dies fanden Experten in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der britischen Denkschmiede New Economics Foundation (NEF) und mehrerer Umweltschutz-Organisationen heraus.

Bei der Euro-Notenbank steht das Thema Klimawandel derzeit hoch im Kurs. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Bank künftig eine aktivere Rolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen soll.

Von: reuters

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