Politik

Künstler protestieren gegen “neue Faschisten” [1:46]

Montag, 02. Dezember 2019 | 17:37 Uhr

“Hier begann die letzte deutsche Diktatur ” steht auf großen roten Bannern geschrieben, an der zunächst zeitweisen Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, die die Künstlergruppe ‘Zentrum für politische Schönheit’ am Montag gegenüber dem Reichstag in Berlin errichtet hat.

Die Demonstranten sagen, man habe den Ort, das Gelände der ehemaligen Krolloper, für die Aktion “Sucht uns” bewusst gewählt, weil genau dort im Jahr 1933 konservative Parteien das “Ermächtigungsgesetz” unterschrieben und damit den Nazis den Weg bereitet hatten, wie Cesy Leonard von der Künstlergruppe sagt:

O-Ton(“Und wir haben dieses Mahnmal an diesen historischen Ort platziert, weil dort 1933 eben in der Kroll-Oper, an die jetzt nichts mehr erinnert an diesen Platz, die Machtergreifung möglich gemacht wurde durch die Konservativen und Hitler sozusagen deren Steigbügelhalter waren. Und wir erachten es als unbedingt super wichtig in dieser Zeit, wenn man jetzt wieder sieht, AfD-Parteitag, es wird davon gesprochen. Gauland spricht davon, dass die CDU/CSU ihnen das möglich machen wird, dass die AfD an der Regierung beteiligt wird. Man sieht jetzt in Thüringen beispielsweise, 17 Abgeordnete sprechen davon, von der CDU/CSU, dass es doch möglich sein sollte, mit der AfD in Verhandlungen zu kommen und daran noch einmal zu erinnern, mit aller Deutlichkeit daran zu erinnern, dass das unser aller Abgrund sein wird.”)

Man habe Unionspolitiker eingeladen, an die Gedenkstätte zu kommen und dort einen Schwur abzulegen, der AfD niemals zum Sprung in die Regierung zu verhelfen. Noch sei keiner von denen hier gewesen. Nun seien auch hier “wir alle als Zivilgesellschaft gefragt, um in Zukunft die AfD und neue Faschisten zu verhindern”, ergänzt Cesy Leonard.

Von: reuters

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